Wolfsübergriffe signifikant gesunken

Wolfsübergriffe auf und -risse von Nutztieren sind im auslaufenden Jahr 2018 in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr offenbar signifikant gesunken, obwohl sich die Zahl der Wölfe deutlich erhöht hat. Das meldet jetzt der NDR mit Berufung auf Zahlen vom offiziellen Wolfsmonitoring in einer Zusammenfassung bedeutsamer Zahlen, Daten und Fakten des Jahres.

Demnach ging die Zahl der Übergriffe um rund 28 % zurück, die Anzahl der dabei getöteten Tiere sogar um rund ein Drittel (Stand 14.12.2018). Im Vorjahr wurden noch 159 Übergriffe dokumentiert, bei denen 427 getötete Tiere zu verzeichnen waren. In diesem Jahr 115 Übergriffen, bei denen insgesamt 280 Tiere zu Tode kamen.

Zählte das offizielle Monitoring im vorhergehenden Wolfsjahr (Ablauf am 30. April eines Jahres) noch etwa 130 Wölfe, so gab es im abgelaufenen Wolfsjahr bereits ungefähr 170 Wölfe in Niedersachsen. Aktuell werden 21 Wolfsrudel genannt, obwohl Reproduktionsnachweise für mehrere Rudel (noch) nicht vorliegen.

Legt man allerdings eine Zahl von 210 Wölfen in Niedersachsen zugrunde, dann kämen auf jeden Wolf statistische 0,55 Übergriffe und 1,33 gerissene Nutztiere.

Berücksichtigt man weiter, dass bei mehr als 80 % der Übergriffe nicht einmal einfachste Herdenschutzmaßnahmen (Grundschutz) vorhanden waren, relativiert sich die herbeigeredete “Notwendigkeit”, Wölfe zum Schutz von Nutztieren ins Jagdrecht zu übernehmen, gewaltig.

Zumal die Nutztierschäden bei einer unsachgemäßen Bejagung von Wölfen voraussichtlich wieder steigen dürften. Die Verbesserung des Herdenschutzes ist deshalb weiterhin das oberste Gebot der Stunde!


Quelle: ndr.de am 26.12.2018: „Zahlen, Daten, Fakten aus dem Jahr 2018“, abgerufen am 27.12.2018, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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