Empfangsstörung?

Kennen Sie den Spruch? Entweder Du gehst mit der Zeit oder Du gehst mit der Zeit. Zeitgemäße Schafhaltung im Wolfsgebiet, insbesondere wenn sie „professionell“ betrieben wird, heißt heute Schafhaltung mit Herdenschutzhunden. Punkt. Alles andere nenne ich unprofessionell.

Und dennoch gibt es noch einige die Vertreter ihrer Zunft, die das offenbar ganz anders sehen. Und denen dann früher oder später „die Rechnung“ präsentiert wird. Manchmal sogar mehrfach.

Carl-Wilhelm Kuhlmann, auf dieser Webseite kein Unbekannter, scheint ein solcher Zeitgenosse zu sein. Einer Meldung der Cellesche-Zeitung nach (Link unten) haben ihm Wölfe aus seiner gehüteten, aber vergleichsweise wehrlosen Herde „zwei Lämmer weggeschleppt“. Tagsüber.

Und am Ende „schmückt“ ein Satz den Zeitungsartikel, der despektierlicher kaum formuliert sein könnte: „Tipps, wie sich Schäfer gegen solche Übergriffe in der Lüneburger Heide schützen sollen, hatten die Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) aber vermutlich auch nicht parat.”

Soso.

Vermutlich würde Friedemann Schulz von Thun behaupten, dass in diesem konkreten Fall das eigentliche Problem auf Seiten des Empfängers zu finden sein dürfte.


P.S. “Der Besitz besitzt. – Nur bis zu einem gewissen Grade macht der Besitz den Menschen unabhängiger, freier; eine Stufe weiter – und der Besitz wird zum Herrn, der Besitzer zum Sklaven.”

Friedrich Wilhelm Nietzsche


Quelle: cellesche-zeitung.de am 2.7.2019: „Während des Hütens: Wolf reißt zwei Lämmer“, von Christopher Menge, abgerufen am 2.7.2019, hier der Link!