Nach dem Wolfsgipfel

Am gestrigen Donnerstag fand in Berlin der sogenannte Wolfsgipfel zwischen Agrar- und Umweltministerium statt. Offenbar fand man jedoch keine schnelle Einigung zwischen den Diskutanten, man sei noch in Gesprächen, teilten die Ministerien dazu noch am selben Tag mit. (*1) Nur Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sprach bereits von einer Einigung (*2).

Es ging bei der Diskussion um den Vorschlag von Julia Klöckner, ob der Abschuss von Wölfen erleichtert werden und künftig eine “gemäßigte Bestandsregulierung” ermöglicht werden soll.

Backhaus sagte laut NDR entgegen der scheinbar offiziellen Lesart der Bundesministerien, eine Einigung über eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes sei bereits erzielt worden.

Demnach dürfen einzelne Wölfe und gegebenenfalls auch ganze Rudel getötet werden, wenn durch diese “im juristischen Sinne schwere Schäden” entstehen.

Dies gelte für Wölfe, die immer wieder Herden von Nutztieren angreifen oder die Scheu verlieren und sich Menschen in Dörfern häufig nähern.

“Wenn die Weidetiere ordnungsgemäß gesichert waren, dürfen diese Wölfe getötet werden”, so Backhaus.


Quellen (beide abgerufen am 11.1.2019):

(*1) rga.de am 10.1.2019:Ministerinnen ohne Kompromiss – Leichterer Abschuss von Wölfen? Ministerien weiter uneins“, hier der Link!

(*2) ndr.de am 10.1.2019: „Backhaus: Tötung von Wölfen wird erleichtert“, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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