Der Unverbesserliche…

Erneut produzierte sich der niedersächsische Umweltminister nun als “Lautsprecher”. Oder wie es der ehemalige Landwirtschaftsminister des selben Bundeslandes, Christian Meyer, kürzlich nannte, als ‚harter Hund‘. Gegenüber dem NDR äußerte Olaf Lies nämlich jetzt, dass den Ländern seines Erachtens mehr Entscheidungsoptionen im Wolfsmanagement eingeräumt werden müssten.

Dabei gilt ausgerechnet der niedersächsische Umweltminister zurzeit für viele als Negativbeispiel schlechthin, weil er eine sachlich kaum nachvollziehbare Abschussverfügung für den Rodewalder Wolfsrüden erneut gegen den Protest nahezu aller namhaften Naturschutzverbände und vieler Wolfsexperten verlängerte. Gibt es eigentlich ein besseres Beispiel dafür, dass man der Forderung des Umweltministers beim Bund besser nicht nachgeben sollte?

Mit seiner Kritik daran, dass man auf Bundesebene noch immer keine klaren Aussagen über die Gesamtpopulation der Wölfe in Deutschland getroffen habe, zeigt er zudem, dass er das bisherige System immer noch nicht vollumfänglich verstanden zu haben scheint.

Vielleicht erklärt ihm auch mal jemand, was es mit der “Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) auf sich hat.

Die Verantwortlichen in Niedersachsen hielten es nämlich offenkundig nicht für erforderlich, die Experten des Bundes vor ihrer Abschussentscheidung hinzuzuziehen. Nicht auszuschließen, dass sie ansonsten zu einem anderen Ergebnis gekommen wären.

Das Wolfsmanagement unter Olaf Lies ist und bleibt ein Trauerspiel. Aber wen wundert es noch…


Quelle: ndr.de am 9.5.2019: „Gefährliche Wölfe: Lies für schnelleres Handeln“, abgerufen am 9.5.2019, hier der Link!