Gesellschaft zum Schutz der Wölfe: Neues Dossier-jetzt hier downloaden!

“Nachbar Wolf: Wie gelingt das Zusammenleben?” heißt ein neues “Dossier” der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW), das jetzt als Download verfügbar ist (siehe Link unten). Der 1. Vorsitzende der Gesellschaft, Dr. Peter Blanché, stellte dieses Themendossier jetzt mit folgenden einleitenden Worten vor:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Berichterstattung über den Vorfall in Niedersachsen, bei dem ein Wolf oder Hund einem Menschen zu nahe gekommen ist zeigt, wie schwierig es immer noch ist, den neuen Nachbarn Wolf als Normalität zu akzeptieren.

Mit einem Zitat unseres Interviewpartners, des Verhaltensbiologen Prof. Kurt Kotrschal, möchten wir Sie deshalb herzlich zur Lektüre unseres neuen Themendossiers „Nachbar Wolf – Wie gelingt das Zusammenleben?“ einladen:

„Wir leben in einer Zeit, wo uns wirklich die Vielfalt abhandenkommt – ob bei Fluginsekten oder Singvögeln. Da ist der Wolf eine wichtige Symbolart. Wir tun uns selbst Gutes, wenn wir darüber nachdenken, was uns das Recht gibt zu sagen: wir schon, der nicht.“

Es trifft unserer Meinung nach ziemlich genau den Konflikt, in dem sich Deutschland aktuell mit Blick auf wild lebende Wölfe, Artenschutz und den Wunsch vieler nach Wildnis einerseits und der Natur als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum der Menschen andererseits befindet.

Da sind diejenigen, die sich über die Ausbreitung des Wolfs freuen – wenn auch oft nicht ohne die Frage „Aber was mache ich eigentlich, wenn ich mal einem begegne?“. Da sind die Landwirte, Schäfer und Haustierhalter, die sich zu Recht fragen, wie sie ihre Tiere optimal vor eventuellen Wolfsangriffen schützen. Und dann gibt es die Politiker, die  die Angst der Menschen vor Wolfsangriffen für sich nutzen, anstatt konstruktive Antworten zu geben. Sie fordern einfachere Abschussmöglichkeiten von Wölfen und schüren die Ängste noch weiter, indem sie von einem „unkontrolliertem“ Wachstum der Wolfspopulation in Deutschland sprechen und davon, dass man die Risiken durch Bejagung der Tiere minimieren müsse.

Was die Menschen stattdessen bräuchten, ist eine sachliche Aufklärung über die Verbreitung der Wölfe und echte Lösungen, wie wir mit unseren neuen Nachbarn wieder gut leben können. Mit unserem Dossier möchten wir einen Beitrag hierzu leisten, indem wir die Populationsentwicklung der Wölfe in Deutschland aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten und die Sinnhaftigkeit einer Bejagung hinterfragen. Lesen Sie auch, weshalb ein Herdenschutz mit ausgebildeten Herdenschutzhunden und Elektrozäunen so grundlegend wie erfolgreich für ein friedliches Nebeneinander von Wolf und Mensch ist.

Und gehen Sie mit uns der Frage auf den Grund, woher eigentlich diese tief sitzende Angst und Emotionalität in der Diskussion rührt, wann immer es um das Thema Wolf geht. Denn bedenkt man, dass es seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland keinen einzigen Angriff auf Menschen gab, scheint die Debatte nicht immer nur von Fakten getrieben zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre.

Ihr

Dr. Peter Blanché

GESELLSCHAFT ZUM SCHUTZ DER WÖLFE E.V.
(Society for the Protection and Conservation of Wolves)
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1. Vorsitzender: Dr. Peter Blanché
e-mail: peter.blanche@gzsdw.de
Webseite: www.gzsdw.de


Unter Nutzung dieses Links werden sie zur entsprechenden Seite verlinkt, von der Sie dieses Dossier und auch andere Veröffentlichungen der GzSdW herunterladen können!


Quelle: GzSdW