Laientheater, oder: Woher soll er es auch wissen?

Seit einiger Zeit schon versuchen Teile der Jägerschaft mit allen erdenklichen Mitteln und Behauptungen Zugriff auf den unter strengem Schutz stehenden Wolf zu ergattern. Dazu gehört beispielsweise auch die Unterstellung, dass die Mehrheit der Jäger sich dafür aussprechen würde, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen (sehr zweifelhaft, ein Beweis für diese Behauptung lässt zudem bis heute auf sich warten).

Nun führt ein weiterer prominenter Jagdfunktionär die Argumentationsweise der Waidmänner erneut ad absurdum. In einem Interview behauptet Baden-Württembergs Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann allen Ernstes, das Wesen von Wolfshybriden und die Gefährlichkeit dieser Spezies könnte man bei Jack London nachlesen. Im Roman „Wolfsblut“.

Auch an solchen Außerungen merkt man, dass das Thema Wolf in den vergangenen Dekaden nicht zum Schulungsinhalt der Jägerkurse gehörte. Ein Grund mehr, diesem Laientheater im vielstimmigen Konzert der Meinungen genau die Beachtung zu schenken, die es verdient…

Hier geht es zum Interview des „Teckboten“ mit dem Dr. Jörg Friedmann


Quelle: Der Teckbote, „Drei Fragen an Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann“ am 23.04.2018, abgerufen am 23. April 2018