Olaf Lies – Wolfsmonitor

Archives

„Abschuss und die Forderung nach wolfsfreien Zonen helfen niemandem, vor allem nicht den Weidetierhaltern“

Im gestrigen Beitrag hier auf Wolfsmonitor wies ich darauf hin (hier!), dass ich zuletzt keinen hörbaren Widerstand des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) vor der und zur Entscheidung des Bundesrates, der “Lex Wolf” zuzustimmen, vernahm. Die Resonanz darauf ließ nicht lange auf sich warten. Der NABU-Niedersachsen machte mich kurzerhand auf folgende Pressemitteilung aufmerksam (im Wortlaut):

Pyrrhussieg – „Lex Wolf“ passiert den Bundesrat

Am Freitag hat die umstrittene „Lex Wolf“ den Bundesrat passiert. Damit ist es künftig u.a. möglich, Wölfe zu schießen bis die Übergriffe aufhören auch wenn unklar ist, welcher Wolf überhaupt Herdentiere angegriffen hat. Zum Wolfsabschuss berechtigt ist künftig zudem grundsätzlich die Jägerschaft.

Alle Jahre wieder…

…treffen sich – so scheint es gefühlt immer dieselben Köpfe des „Aktionsbündnisses aktives Wolfsmanagement“ in Hannover, um altbekannte Worthülsen vorzubringen. Sie predigen Wolfsabschüsse, schüren Ängste und scheuen sich dabei auch nicht, auf Märchen zurückzugreifen. Die ewig wiederholten (und teilweise längst überholten) Prophezeiungen und Phrasen des Bündnisses laufen jedoch zunehmend ins Leere. Die Zahl der Nutztierrisse in Niedersachsen (und nicht nur hier) war nämlich zuletzt trotz steigender Wolfszahlen rückläufig.

Grüne: Niedersachsens Wolfsjagd fast doppelt so teuer wie gesamter Schadenersatz

Das Umweltministerium räumt in der Antwort auf eine aktuelle Anfrage der Grünen die weitgehende Aussichtslosigkeit der Jagd auf den Rodewalder Rüden ein, weil die Fallen vom LAVES bislang nicht genehmigt wurden und keine Besenderung erfolgt ist. Gleichzeitig übersteigen die Kosten der Jagd auf das Einzeltier alle Schäden durch Wölfe im ganzen Land.

Olaf Lies perfekt in seiner Rolle als „Ankündigungs-Minister“: Außer Spesen nix gewesen!

Das passte ganz zum Stil dieses – wie Anja Piel (Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag) ihn nannte –„Ankündigungsministers“: Olaf Lies folgt jetzt doch NICHT dem Ruf des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), um dort führender Energielobbyist zu werden.

Verlässt der Olaf sein „sinkendes Schiff“?

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern und mehrere Gazetten veröffentlichten es bereits: Niedersachsens amtierender Umweltminister Olaf Lies scheint sein Amt aufzugeben und als Chef-Lobbyist zum Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zu wechseln. Für das Wolfsmanagement in Niedersachsen wäre das kein Verlust. Im Gegenteil!