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Alle Jahre wieder…

…treffen sich – so scheint es gefühlt immer dieselben Köpfe des „Aktionsbündnisses aktives Wolfsmanagement“ in Hannover, um altbekannte Worthülsen vorzubringen. Sie predigen Wolfsabschüsse, schüren Ängste und scheuen sich dabei auch nicht, auf Märchen zurückzugreifen. Die ewig wiederholten (und teilweise längst überholten) Prophezeiungen und Phrasen des Bündnisses laufen jedoch zunehmend ins Leere. Die Zahl der Nutztierrisse in Niedersachsen (und nicht nur hier) war nämlich zuletzt trotz steigender Wolfszahlen rückläufig.

Grüne: Niedersachsens Wolfsjagd fast doppelt so teuer wie gesamter Schadenersatz

Das Umweltministerium räumt in der Antwort auf eine aktuelle Anfrage der Grünen die weitgehende Aussichtslosigkeit der Jagd auf den Rodewalder Rüden ein, weil die Fallen vom LAVES bislang nicht genehmigt wurden und keine Besenderung erfolgt ist. Gleichzeitig übersteigen die Kosten der Jagd auf das Einzeltier alle Schäden durch Wölfe im ganzen Land.

Olaf Lies perfekt in seiner Rolle als „Ankündigungs-Minister“: Außer Spesen nix gewesen!

Das passte ganz zum Stil dieses – wie Anja Piel (Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag) ihn nannte –„Ankündigungsministers“: Olaf Lies folgt jetzt doch NICHT dem Ruf des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), um dort führender Energielobbyist zu werden.

Verlässt der Olaf sein „sinkendes Schiff“?

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern und mehrere Gazetten veröffentlichten es bereits: Niedersachsens amtierender Umweltminister Olaf Lies scheint sein Amt aufzugeben und als Chef-Lobbyist zum Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zu wechseln. Für das Wolfsmanagement in Niedersachsen wäre das kein Verlust. Im Gegenteil!

Ein Hauch von Doppelmoral

Es sei an der Zeit, dass endlich alle „abrüsten“, wird der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies im Zusammenhang mit einer kürzlich im Kreis Gifhorn gefundenen illegal getöteten Wölfin zitiert. Dabei meint er die Wolfsbefürworter und –gegner, die – so Lies – oftmals in einem Ausmaß reagierten, wie es dem jeweiligen Anlass nach nicht gerechtfertigt sei.

SPD-Wahlschlappe in Niedersachsen: Genehmigung für Wolfsabschuss dennoch verlängert

Halten wir einmal fest: Die bis Ende Mai befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden “GW717m” (Rodewalder Rüde) wurde jetzt erneut bis Ende Juni verlängert. Das meldete gestern das niedersächsische Umweltministerium, dem der SPD-Mann Olaf Lies als Minister vorsteht. Dieser Minister betreibt also weiterhin – unter offenkundiger Ausblendung höchst relevanter Fakten, so Experten – aktive Wolfsabschusspolitik.