Wolfsjahr 2017/2018: Insgesamt 73 Wolfsrudel in Deutschland

Zum Ende des Wolfsjahres 2017/18 (also am 30. April 2018) gab es insgesamt 73 Wolfsrudel in Deutschland. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 60 Rudeln. Das entspricht zusammengefasst einer Vergrößerung der deutschen Wolfspopulation, die Teil der Zentraleuropäischen Tieflandpopulation ist, von 21,7 Prozent im Betrachtungsjahr. Heuristisch kann demnach von insgesamt 730 Wölfen in Deutschland ausgegangen werden. Und demzufolge von 219 erwachsenen Wölfen, die auf den Referenzwert der FFH-Richtlinie, den günstigen Erhaltungszustand „einzahlen“.

Die Bestands- und Gebietszahlen, die jetzt der Webseite der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) entnommen werden können, weisen außerdem in der Summe 105 Wolfsterritorien aus. Im Vorjahr waren es noch 83.

Legt man je Wolfsterritorium 300 km² Fläche im Durchschnitt zugrunde, so wurden in den letzten 20 Jahren 31.500 km² Deutschlands von standorttreuen Wölfen wiederbesiedelt. Damit sind bisher nur rund 8,8 % der Bundesfläche, die insgesamt 357.386 km² umfasst, Wolfsgebiet.

Im am 30 April 2018 auslaufenden Wolfsjahr 2017/18 konnten ferner 266 Welpen nachgewiesen werden. Im Jahr zuvor waren es 218. Aufgrund der hohen Welpen-Sterblichkeit erreichen allerdings mehr als die Hälfte der jungen Wölfe üblicherweise nicht das Ende ihres ersten Lebensjahres.

Standorttreue Wölfe gab es am Stichtag in den Bundesländern Bayern (1 Rudel), Brandenburg (26 Rudel), Mecklenburg-Vorpommern (4 Rudel), Niedersachsen (13 Rudel), Sachsen (18 Rudel) und Sachsen-Anhalt (11 Rudel).

In Thüringen wurde bis zum 30. April nur ein territoriales Einzeltier nachgewiesen, die Wölfe, die kürzlich in NRW und Baden-Württemberg für Schlagzeilen sorgten, werden erst später „gebucht“.


Quelle: dbb-wolf.de, Wolfsterritorien in Deutschland, Monitoringjahr 2017/18, abgerufen am 5.11.2018, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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