Sachsen: 40 tote Schafe

Schafe der Naturschutzstation “Östliche Oberlausitz” bei Niesky in der Oberlausitz sind jetzt von Wölfen attackiert worden. Die Weidefläche der Herde, von der bei dem Übergriff 40 Schafe und fünf Ziegen getötet wurden, waren offenbar mit einem 1,10 Meter hohen Flexinetz-Elektrozaun gesichert, obwohl der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) „empfohlene Schutz“ bei mindestens 1,20 Meter liegt.

Die Herde weidete offenkundig mitten im Revier des Daubaner Wolfsrudels. Und das gibt es dort nicht erst seit gestern. Dort, wo immer Wölfe zuhause waren, weiß man: Wenn Schafherden inmitten von Wolfsrevieren zuhause sind, gehören Schutzhunde zum Einsatz.

Das bekräftigte kürzlich noch Max A.E. Rossberg von der European Wilderness Society in dem Beitrag „Vom Umgang mit Wölfen“, der auf „Radio FRO 105,0″ gesendet wurde (siehe hier!).

Zu prüfen ist demnach nicht, wie ein Abschuss des Wolfsrudels erleichtert werden kann, wenn nur ein Grundschutz installiert war, sondern wie der Schutz der Schafe effektiv und effizient verbessert und sichergestellt werden kann. Zumal es sich hier nicht um den ersten Wolfsübergriff bei der Naturschutzstation handelt…


Quellen (beide abgerufen am 10.10.2018):

(*1) mdr.de am 9.10.2018: „40 tote Schafe bei Niesky: Landkreis prüft Wolfsabschuss“, hier der Link!

(*2) cba.fro.at: „Vom Umgang mit Wölfen“ von Daniela Lipka und Hartmut Schnedl, veröffentlicht am 15.7.2018, ausgestrahlt am 12.8.2018, abgerufen am 23.7.2018, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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