Der Leser als Bauernopfer: Mit vereinten Kräften gegen Herdenschutz und Wolf

Heute präsentiere ich Ihnen wieder einmal ein besonders gelungenes Beispiel der journalistischen Parteinahme. Dieses Mal sind es die Lübecker Nachrichten als „Organ“ der Madsack-Mediengruppe in Schleswig Holstein, die kein gutes Haar am Wolf und am Wolfsmanagement lassen. Natürlich schreibt man das nicht direkt so, man lässt so etwas sagen. Aber Vorsicht, wenn Sie nachfolgende Zeilen sowie den verlinkten Artikel lesen, besteht für Sie akute Gefahr, selbst zum „Bauernopfer“ zu werden!

Schon in der Überschrift ist dort die Rede vom „bösen Wolf“, um auch ja keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Im Übrigen sind sich alle genannten Landwirte einig: Der Wolf gehört hier nicht her. Im Fall von Udo Jeske sogar, weil sein Sohn ansonsten sein Hobby nicht mehr ausüben kann.

Beim Bauernverband will man außerdem wissen: Schaf-, Rinder und Pferdehalter seien gleichermaßen betroffen. Das ist selbstverständlich sehr undifferenziert und deshalb natürlich Quatsch.

Na hoffentlich haben die nun zusätzlich angekauften Zäune in dem Bundesland, in dem man offenbar nicht zwischen wolfsabweisenden Grundschutz und wolfssicheren Zäunen unterscheiden will, wenigstens 120 cm Höhe, wie es nicht nur das Bundesamt für Naturschutz (BfN) empfiehlt. Bisher sprach man dort bereits von wolfssicheren Zäunen, wenn sie 108 cm hoch waren.

Dabei ist es eigentlich schon fast eine Binsenweisheit, dass Zäune erst dann “wolfssicher” sind, wenn Herdenschutzhunde dahinter stehen.

In 5 Tagen (mit Ablauf des kommenden Donnerstags) läuft die Genehmigung zum Abschuss des Wolfes GW 924m übrigens ab. Ob sie erneuert wird?

Den vollständigen Artikel der Lübecker Nachrichten können Sie unter Nutzung dieses Links aufrufen! Aber Vorsicht!…

P.S.: Wer wie Bauer Magnussen glaubt, man müsse sein gesamtes Weideland zäunen, zeigt, dass er die mit dem Wolf zusammenhängende Herausforderung überhaupt noch nicht verstanden hat!


Quelle: ln-online.de am 23.2.2019: „Angst vor dem bösen Wolf“, abgerufen am 24.2.2019


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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