Abschusserlaubnis wird für beide Wölfe verlängert

Um es noch einmal deutlich zu wiederholen: Die beiden mit dem Ablauf des heutigen Tages auslaufenden Abschussgenehmigungen für die Wölfe mit den wissenschaftlichen Kennungen „GW924m“ (Schleswig-Holstein) und “GW717m” (Niedersachsen) beschreiben nichts anderes als eklatante Schwächen in den landeseigenen Herdenschutz-Richtlinien und keinesfalls irgendeine Form von „Problemwölfen“. Die beiden Wölfe können somit als politische „Bauernopfer“ angesehen werden. Dennoch oder gerade deswegen werden beide Abschussgenehmigungen wohl nun verlängert.

Das meldeten gestern der NDR (hier!) und die Nordwest-Zeitung (hier!).

Ein beliebtes Argument fragwürdig argumentierender Politiker ist die Akzeptanz, die mit dem umstrittenen Abschuss angeblich in der Bevölkerung geschaffen werden soll. Doch der Schuss geht schon jetzt nach hinten los.

Mit dem Vorstoß, gleich das ganze Rodewalder Rudel abzuschießen, brüstet sich nun der Landvolk-Kreisverbandes Mittelweser als „deutschlandweit erster Berufsverband“, der so etwas fordert. (*3)

Bedarf es noch eines deutlicheren Beweises, dass mit den umstrittenen Entscheidungen der beiden Minister Albrecht und Lies gerade das über Jahre sorgsam erarbeitete Wolfsmanagement achtlos gegen die Wand gefahren wird?

Die Büchse der Pandora ist geöffnet. Es ist ein Trauerspiel!


Quellen (beide abgerufen am 27.2.2019):

(*1) ndr.de: „Wolf in SH soll weiter gejagt werden“.

(*2) nwzonline.de: „Die Frist für den Abschuss von „GW717m“ endet“.

(*3) kreiszeitung.de: „Rodewalder Wolf: Landvolk beantragt Abschuss des Rudels“, hier der Link!