Live and let die…

Während jetzt im Emsland auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 mit einer Überwachungskamera acht Wolfswelpen nachgewiesen wurden (wo der Nachwuchs des Vorjahres – sechs Jungtiere – abgeblieben ist, bleibt allerdings unklar), wurde auf Nachfrage der Rundfunkanstalt Berlin-Brandenburg (rbb) bekannt, dass bislang im Land Brandenburg auf Basis der Wolfsverordnung sieben Wölfe getötet wurden.

Und während sich zahlreiche Medienvertreter landauf und landab offenbar lieber an Spekulationen beteiligen, ob ein tot aufgefundenes Nutz- oder Wildtier vermeintlich von Wölfen gerissen wurde (was sich später häufig als falsch herausstellt, siehe hier!), zeigt der rbb, wie es richtig gemacht wird, indem er einfach mal bei den verantwortlichen Stellen nach Fakten fragt.

Und schon tritt Überraschendes zu Tage: Obwohl das Thema Wolf eines ist, das stets auf großes öffentliches Interesse stößt, wurde offenbar nicht jede einzelne der nun bilanzierten Wolfstötungen umgehend der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Diesen Umstand (den ich jedoch inhaltlich nicht weiter überprüft habe) beklagen zumindest zahlreiche Akteure in den Wolfsgruppen der Sozialen Medien.

Fünf Tiere, so der rbb, wurden aufgrund von Verletzungen getötet. Drei waren durch Autos schwer verletzt worden, zwei durch illegalen Beschuss.

In zwei Fällen befanden sich Wölfe außerdem im unmittelbaren Siedlungsbereich und fielen durch ihr „problematisches Verhalten“ auf.


Quelle: rbb am 5.7.2019: „Bisher sieben Wölfe nach Wolfsverordnung getötet“, abgerufen am 6.7.2019, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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