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Herdenschutz ohne Hund ist Schund

Nachklapp: „Jagen ohne Hund ist Schund“, heißt es gelegentlich unter Waidmännern. Aber auch abgewandelt auf den Herdenschutz vor Beutegreifern macht diese Binse durchaus Sinn. Denn auch der Spruch „Herdenschutz ohne Hund ist Schund“ hat erfahrungsgemäß seine Berechtigung.

Erster Schafhalter gibt auf und hat eine Botschaft. Ich auch!

Manchmal ist es kaum zu fassen. Mit einem 50!!! Zentimeter hohen Elektrozaun versuchte Schäfer Dirk Hoffmann aus Märkisch Wilmersdorf (Brandenburg) seine Schafherde vor Wölfen zu schützen. Offensichtlich vergeblich. Denn zusätzliche Herdenschutzhunde „wollte er nicht“. Nach mehreren Wolfsübergriffen gibt er nun auf.

Live and let die…

Während jetzt im Emsland auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 mit einer Überwachungskamera acht Wolfswelpen nachgewiesen wurden (wo der Nachwuchs des Vorjahres – sechs Jungtiere – abgeblieben ist, bleibt allerdings unklar), wurde auf Nachfrage der Rundfunkanstalt Berlin-Brandenburg (rbb) bekannt, dass bislang im Land Brandenburg auf Basis der Wolfsverordnung sieben Wölfe getötet wurden.

Brandenburg: Zwei Wölfe bei Unfällen verendet

Nachdem in der Vorwoche bundesweit gleich drei Wölfe bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückten (Wolfsmonitor berichtete, hier!), waren es in dieser Woche neuerlich zwei Exemplare. Beide Tiere verendeten in Brandenburg. Bei den beteiligten Fahrzeugen blieb es jeweils beim Sachschaden.

Brandenburg: Erste „Wolfscouts“

In Brandenburg gibt es bereits seit einigen Monaten staatlich beauftragte Problemwolf-Jäger. Die sollen, so besagt es die Brandenburger Wolfsverordnung, verhaltensauffällige Wölfe verscheuchen, vergrämen und bei Bedarf sogar töten dürfen. Ausschlaggebend für diesen Auftrag an eine private Firma – der Vertrag läuft bis Ende 2020 – waren demnach folgende Kriterien:

Wolfsschutz versus Wildverbiss-Schutz

„Die Natur lässt sich am wenigsten mit der Flinte ins Gleichgewicht bringen“, kommentiert Kathleen Weser von der Lausitzer Rundschau einen Beitrag zum Wolf. Sogar eine „schnöde Kosten-Nutzen-Rechnung“ spreche für den Wolf in der Kulturlandschaft: Sechs Millionen Euro gebe das Land Brandenburg nämlich jährlich allein für Zäune gegen den Wildverbiss aus.