Jägerpräsident kritisiert Arbeit des Senckenberg-Instituts harsch

Man glaubt, im falschen Film gelandet zu sein: Helmut Dammann-Tamke (CDU), Landtagsabgeordneter in Niedersachsen und Präsident der Landesjägerschaft dort, glaubt im Falle des nicht nachgewiesenen Wolfsübergriffs auf einen Friedhofsmitarbeiter im Landkreis Rotenburg offenbar, das wissenschaftlich renommierte Senckenberg-Institut verantwortlich machen zu müssen.

Er habe es schon fast erwartet, dass bei der Untersuchung durch Senckenberg nichts herauskommt, so Dammann-Tamke gegenüber Kreiszeitung-Wochenblatt. Und zweifelt nachfolgend die Analysemethoden des renommierten Instituts grundlegend an.

Dammann-Tamke geht dabei sogar noch einen Schritt weiter: Auch hinsichtlich der Arbeit des Instituts im Hinblick auf mögliche Wolfsattacken bei Pferden sei er skeptisch: Statistisch gebe es bisher nur eine Wolfsattacke auf Pferde, die das Institut bestätigt habe, obwohl etliche andere Vorfälle gemeldet worden seien.

Der Politiker und Jagdfunktionär spekuliert zudem, dass veröffentlichte Untersuchungsergebnisse des Instituts zuvor durch einen “politischen Filter” gingen. Mit anderen Worten: Für den CDU-Politiker ist es denkbar, dass das Labor im Sinne der Pro-Wolf-Lobby agiere.

Zur Erinnerung: Das von Dammann-Tamke hier kompromittierte Senkenberg–Institut konnte nach dem Vorfall im Landkreis Rotenburg Hunde-, Katzen- und Reh-DNA nachweisen, nicht allerdings Wolfsspuren. Da Wolfs-DNA sich ebenso wenig wie die DNA anderer Säuger einfach verflüchtigt, war offenkundig kein Wolf bei dem Vorfall involviert.


Quelle: Kreiszeitung-Wochenblatt: „Thema Wolf: Mehr Transparenz nötig“, am 10.12.2018 eingestellt von Jörg Dammann, abgerufen am 11.12.2018, hier der Link!


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