Nachrichten – Wolfsmonitor

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Jetzt prüft auch Meck-Pomm den Abschuss von Wolf GW924m

Wolf “GW924m”, der aufgrund mehrerer Nutztierrisse in Schleswig Holstein zum Abschuss freigegeben wurde, dort aber offenkundig unbehelligt abwandern konnte, sorgt nun in Mecklenburg-Vorpommern für Ärger. Der Vorsitzende des Landesschafzuchtverbandes Jürgen Lückhoff beispielsweise, sieht keinen Grund, weshalb der Wolf wegen der bereits andernorts erteilten Abschussgenehmigung nicht gleich getötet werden könne. Diese Genehmigung aus Schleswig-Holstein müsse auch im Nachbarland gelten, so Lückhoff.

Wolf bei Dörverden: tödliche Biss- statt Schussverletzungen

Der bei Dörverden tot aufgefundene Wolf wurde nicht erschossen, er starb an Bissverletzungen. Soviel ist nun klar. Ob es sich allerdings bei dem toten Tier um den seit Monaten gesuchten und zum (umstrittenen) Abschuss freigegebenen Leitwolf des Rodewalder Rudels handelt, wird noch am Senckenberg-Institut untersucht und ist zu diesem Zeitpunkt unklar.

Neuer Wolfsmanagement-Plan in Brandenburg

In Brandenburg wurde jetzt – wenige Wochen bevor die neue Landesregierung ihr Amt antritt – ein neuer Wolfsmanagementplan veröffentlicht. Kennzeichnend ist bereits der erste Satz in diesem „Werk“. Da ist sogleich die Rede davon, dass die Rückkehr des Wolfes … „alle Beteiligten vor große Herausforderungen stellt.“ In anderen Bundesländern freut man sich an dieser Stelle oder tut zumindest so. In Sachsen beispielsweise ist die Formel zu lesen, … „dass mit der Rückkehr der Tierart Wolf nach Sachsen in Deutschland die europäischen Bemühungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt Früchte tragen.“

Illegale Luchstötung: Richter verhängt 3.000 Euro Geldstrafe

Ein Jäger wurde nun wegen Wilderei und illegalem Waffenbesitz vom Amtsgericht Cham zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro verurteilt. Der Richter war überzeugt davon, dass der nun Verurteilte eine Lebendfalle in seinem Jagdrevier aufgestellt und später einen darin gefangenen Luchs mit einer Schusswaffe getötet hatte.

Wolfsbudgets der Bundesländer

Die Bundesländer planen in diesem Jahr mehr als 14 Millionen Euro für den Herdenschutz vor Wölfen und die Entschädigungen nach Nutztierübergriffen ein. Das berichtete der SPIEGEL in seiner Ausgabe 33/2019. Dabei sinken die Kosten tendenziell umgekehrt proportional zu den wachsenden Populationen, da z.B. Schutzzäune nur einmal finanziert werden müssen, so der Spiegel weiter.