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Wolfsrisse? Nein, eher Sensationsgier!

So manches Print- oder Onlinemedium liegt – immer um brandaktuelle Meldungen bemüht – nicht selten, wie sich später oft herausstellt, gehörig falsch. Auffällig ist, wie häufig das bei vermeintlichen Wolfsrissen der Fall ist. Diese Webseite vermeidet es deshalb üblicherweise, Spekulationen über Wolfsrisse zu veröffentlichen, bevor die offiziellen Untersuchungsergebnisse vorliegen. Und das aus gutem Grund:

Begegnungen mit Wanderwölfen

Wie in jedem Jahr sind wieder viele Jungwölfe auf der Suche nach einem eigenen Revier. Sie legen dabei nicht selten hunderte Kilometer zurück. Auch die in den letzten Wochen zahllosen im Straßenverkehr verunfallten Wölfe weisen auf den derzeitigen Umstand hin. Und wie in jedem Jahr gibt es wieder einige dieser jungen und neugierigen Exemplare, die sich nicht ganz so scheu zeigen, wie einige Zeitgenossen es sich erhoffen.

Rückt der Wolfsabschuss in Schleswig-Holstein näher?

Noch wurde die Genehmigung zum umstrittenen, weil – so ist mancherorts zu lesen – in mancher Hinsicht nicht rechtssicheren Abschuss des Wolfes mit der Bezeichnung GW 924m vom Kieler Umweltministerium in Schleswig-Holstein nicht erteilt, dennoch macht man sich bei der Landesjägerschaft offenbar bereits Gedanken, wer den Abschuss vornehmen könnte und wie er umgesetzt werden sollte.

Nachrichten – sechs aktuelle Meldungen

In Niedersachsen sind mit zwei weiteren Nachweisen bei Garlstedt (Landkreis Osterholz) und in Ebstorf (Landkreis Uelzen) zwei neue Wolfsrudel nachgewiesen worden, nachdem in der letzten Woche noch neue Rudel in Meppen (Emsland) und im Landkreis Lüchow-Dannenberg vermeldet werden konnten. Das Monitoring in Niedersachsen zählt somit insgesamt 18 Rudel. Allerdings ist noch unklar, ob wirklich alle 18 Rudel noch bestehen, da in diesem Jahr in einigen Rudeln noch kein Nachwuchs nachgewiesen werden konnte. (*1)

Sommerferien – Sommerloch

Vorgestern sind Berlin, Brandenburg und Hamburg in die Sommerferien gewechselt. Jetzt fehlen nur noch Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (am 24.7.) sowie die „Südländer“ Baden-Württemberg (am 27.7.) und Bayern. Die gehen am 29. Juli in die verdienten Ferien. Das Sommerloch ist jedoch bereits heute flächendeckend präsent. Auch in Punkto Wolf.

Schleswig-Holstein: Wolfshotline jederzeit zu erreichen!

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein weist aus gegebenen Anlaß darauf hin, dass die “Wolfshotline” unter der Telefonnummer 0 174 / 63 30 335 jederzeit zu erreichen ist, insbesondere, wenn Gerüchte um angebliche Wolfsangriffe für Unsicherheit sorgen.

Die Hotline-Mitarbeiter nehmen Fragen und jede Art von Hinweisen rund um Wölfe rund um die Uhr auf und kümmern sich darum, dass fachkundige Kräfte – dazu zählen die 70 Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuer des Landes – der Angelegenheit gegebenenfalls nachgehen.

Die Pressemeldung des Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vom 29. August 2016 im Wortlaut: