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Ausgerechnet am „Tag des Artenschutzes“: Aufregung über „Lex Wolf“ von Svenja Schulze (SPD)

Ausgerechnet am Tag des Artenschutzes verkünde Umweltministerin Schulze (SPD), dass sie das Töten einer geschützten Art erleichtern will, äußerte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Steffi Lemke, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gegenüber. Das sei eine Breitseite gegen den Naturschutz, denn damit treffe Schulze nicht nur den Wolf, sondern auch andere geschützte Arten.

Zweifelhafte Expertise

Ich bin davon überzeugt, dass …“das Gerede um Hybridwölfe eine Seifenblase ist. Aufgeblasen von Leuten, denen jedes Mittel recht ist, um Gründe für die Beseitigung der Wölfe zu finden“, wie es Ulrich Wotschikowsky kürzlich auf seiner Webseite “Wolfsite” formulierte.

Das „unwürdige, populistische und fachlich durch nichts begründete Gerede“ des Jägerpräsidenten

Gemeint ist mit diesen Worten der niedersächsische Jägerpräsident Helmut Dammann-Tamke, der außerdem CDU-Landtagsabgeordneter im niedersächsischen Landtag ist. Dammann-Tamke, der die Arbeit des wissenschaftlich renommierten Senckenberg-Instituts im Zusammenhang mit dem angezweifelten, weil nicht nachweisbaren Wolfsübergriff auf einen Friedhofsgärtner bei Steinfeld (niedersächsischer Landkreis Rotenburg) arg kritisierte (WM berichtete, hier!), sei an einer Lösung von Konflikten mit den Wölfen …„vermutlich gar nicht interessiert”.

Wotschikowsky: Die Lies`sche “klare Kante”…

“Was den Umweltminister von Niedersachsen (Olaf Lies) umtreibt, ist nichts anderes als der innige Wunsch, der Anti-Wolfslobby so bald wie möglich einen toten Wolf vor die Füße zu legen”, schreibt Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky in seinem neuesten Blogbeitrag.

Gefühlsecht nur mit dem Jagdverband?

Im Vorfeld der 91. Umweltministerkonferenz, die gestern endete und beim Thema Wolf offenbar im Ergebnis nur hervorbrachte, dass spätestens im kommenden Frühjahr „eine überschlägige Abschätzung des günstigen Erhaltungszustandes” und eine „rechtssichere Grundlage“ zum Töten von vermeintlichen „Problemwölfen“ vorliegen soll, meldet sich auch der Deutsche Jagdverband (DJV) zu Wort.

Der Wolf und der Untergang der Demokratie

Dirk Fisser, NOZ-Reporter, gab gestern in einem Zeitungsartikel mal wieder sein profundes Wolfswissen zum Besten. In seinem Kommentar verknüpfte er sein Know-how mit der Erkenntnis, dass der heutige Umgang mit dem Wolf ein Beispiel für eine Politik darstelle, die die Sorgen der Bevölkerung nicht besonders ernst nimmt. Er sehe deshalb die Gefahr, dass so die Demokratie ernsthaft beschädigt wird.