„Kein Jäger schießt mit Vorsatz auf einen Wolf!“

Es klingt irgendwie merkwürdig, wenn ausgerechnet Lüneburgs „Kreisumweltbeauftragter“ Torsten Broder den hinterhältig erschossenen Wolf in Dahlem instrumentalisiert, um ein politisches Versäumnis zu begründen, das die Tat nahezu rechtfertigt (… „dann wird zu Mitteln gegriffen, die wir alle nicht wollen!“).

Leichte Zweifel dürften so manchen Leser zudem plagen, wenn ein Kreisvorsitzender der Jägerschaft wie Christian Voigt vollmundig feststellt, dass „kein Jäger mit Vorsatz auf einen Wolf schießt“, wenn gleichzeitig zahlreiche Jäger und Jagdfunktionäre anderswo öffentlich auf Entnahmen, Wolfsabschüsse, Bestandsregulierungen sowie Obergrenzen drängen.

Beide Beispiele zeigen, in welch konturlosem Argumentationsnebel manche zu navigieren versuchen.

Zudem leider auch nur nahezu richtig: Nicht (nur) 3.000 Euro wurden für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen ausgelobt (vom Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. – 2.000 Euro, vom Nabu-Kreisvorsitzenden Thomas Mitschke persönlich 500 Euro und von der Facebook-Gruppe Wölfe aus Hamburg/Norddeutschland und Europa ebenfalls 500 Euro).

Nein, auch die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. setzte eine Belohnung von 2.000 Euro aus, auch die Wolfsfreunde Bernd Schrammen (500 Euro) und Melanie Ronde (300 Euro) beteiligen sich. (*2)

Macht summa summarum sogar 5.800 Euro.

Mir ist allerdings kein Fall bekannt, bei dem es zur Auszahlung einer solchen “Belohnung” kam.


Quellen (abgerufen am 6.9.2018):

(*1) landeszeitung.de am 6.9.2018: „Naturschützer erhöhen den Druck“, hier der Link!

(*2) Facebook-Seite des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V.


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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