MASTERRIND: Höchst bedenkliche Aktion

Die Rinderzucht- und Vermarktungsorganisation MASTERRIND glaubt jetzt offenbar, offensiv gegen den Wolf hetzen zu müssen. Mit dem einschlägigen Wolf-Hetzer-Slogan „Wölfe fressen kein Gras“, und der recht „kühnen“ These, dass durch den Wolf die Existenz der Weidetierhalter bedroht sei, glaubt man nun mit Hinweisschildern, die Masterrind an Interessierte verteilt, die Anti-Wolfs-Stimmung noch weiter anheizen zu müssen.

Masterrind erklärt dazu: „In der allgemeinen Bevölkerung ist diese Problematik oft wenig präsent“.

Ebenso wenig präsent sind auch die traurigen Zahlen, die sich hinter der modernen Rinderzucht verbergen.

So wurde erst vor wenigen Monaten bekannt, dass allein im Jahr 2016 in Bayern über 157.000 Kälber, über 18.000 „Fresser“ und auch noch über 50.000 Rinder in Tierkörperbeseitigungsanlagen „entsorgt“ werden mussten.

Als “Kollateralschaden” der modernen Nutztierhaltung quasi (hier mehr dazu!).

Angesichts von vielleicht einigen Dutzend schlecht geschützten und deshalb getöteten (zumeist) Kälbern, wegen denen man jetzt „zu Felde“ zieht, also tatsächlich hinterfragungswürdige Zahlen.

Die Anti-Wolfs-Aktion von MASTERRIND dürfte demnach in weiten Teilen der allgemeinen Bevölkerung recht verlogen wirken.


Quelle: masterrind.com am 20.3.2019: „Hinweisschild „Weidehaltung in Gefahr“ jetzt bestellen“, abgerufen am 21.3.2019, hier der Link!