Schafzuchtlobbyistin

Manchmal kommt man sich vor wie im Kindergarten. Anlass dazu gibt aktuell Anette Wohlfarth, die Geschäftsführerin des Schafzuchtverbandes in Baden-Württemberg, die den Lesern des Schwarzwälder Boten offenbar nicht ganz zu Unrecht als „Lobbyistin“ vorgestellt wird. Obwohl, – die Lobbyisten, die ich persönlich kenne, widersprechen sich nicht so erkennbar wie jetzt offenkundig Wohlfarth, die den Wolf als größtes Problem bezeichnet.

Mal abgesehen davon, dass es keinen auch nur halbwegs tragfähigen Beweis für die angeblich mehr als 1.000 Wölfe in Deutschland gibt, bei der EU, die laut Wohlfarth für knapp 60 Prozent der Einkünfte der Schäfer verantwortlich ist, handelt es sich um dieselbe EU, die den Schutz der Wölfe zu garantieren gedenkt. Das sollte man nicht vergessen, wenn man Wasser predigt und Wein trinkt.

Und dass die Anzahl der Schafzuchtbetriebe in Baden-Württemberg in den letzten 15 Jahren um ein Drittel gesunken ist, könnte man – böse formuliert – eher inkompetenten Schafzuchtfunktionären anlasten, als den Wölfen.

Die gab es in diesem Bundesland nämlich in dieser Zeit nur sporadisch. Schafzuchtfunktionäre wie Wohlfarth dagegen kontinuierlich.

Die Feststellung ist natürlich auch nicht sehr seriös! Ebenfalls eher Kindergarten. Aber wo wir doch schon dabei sind…


Quelle: Schwarzwälder Bote: „Kämpferische Warnung vor dem Wolf“ von Martin Bernklau am 24.06.2018, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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