3.000 Wölfe und keine Probleme

Das steigende Ausmaß, in dem heute nahezu täglich Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen über den Rückkehrer Wolf verbreitet werden, wird immer unerträglicher. Fast noch schlimmer mutet es an, wenn nunmehr auch noch amtierende Politiker, wie beispielsweise die niedersächsische Riege um Bernd Althusmann (CDU), dabei in provozierender Weise vorweg gehen.

Krasses Beispiel war eine „Podiumsdiskussion“ in der vergangenen Woche, mit der Überschrift “Der Wolf im Landkreis Harburg”, zu der nicht einmal ein anerkannter Wolfsexperte zur Gesprächsrunde eingeladen war (WM berichtete, hier!).

Wer allerdings Gegenbeweise für all die vorgebrachte Wolfshetze sucht, wird – wenn er nur will – ziemlich schnell fündig: In den Südkarpaten beispielsweise.

Darauf wies nun der Tierethiker und Buchautor Martin Balluch („Der Hund und sein Philosoph“, hier!) in seinem neuesten Blogbeitrag hin. Da geht es zwar grundsätzlich um einen Vergleich mit Österreich, die Äußerungen Balluchs können jedoch nahezu uneingeschränkt auf Deutschland übertragen werden.

Denn hier wie dort ist die Rede von „mörderischen Bestien“, die nicht nur sämtliche Schafe sondern auch gleich alle Kinder fressen, hier wie dort wird vom Ende der Alm- , bzw. Weidewirtschaft gefaselt und vom Untergang der Zivilisation.

Ein Blick in die südlichen Karparten zeigt, dass nichts davon stimmt.

Auf überschaubarem Raum leben dort etwa 3.000 Wölfe. Und überdies sogar mehr Schafe als auf den Almen in Österreich. Seit wenigen Jahren gibt es dort – bis auf die Ausnahme weniger westeuropäischer Trophäenjäger – auch kaum noch eine Bejagung der großen Beutegreifer wie Bär, Wolf und Luchs.

Martin Balluchs vollständigen Blogbeitrag können Sie unter Nutzung dieses Links aufrufen!


Quelle: martinballuch.com am 20. November 2018: „Vorbild: Der Wolf in den Südkarpaten”, abgerufen am 25.11.2018


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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