Schweden: Rudel aus Verdacht (z)erschossen

Dieses mit seinen „Schutz“- und Lizenzjagden in den Augen so mancher Lobbygruppe angeblich im Wolfsmanagement so vorbildliche Schweden zeigt nach einer Darstellung eines einschlägigen Jagdforums gerade, dass diese Einschätzung völlig falsch sein dürfte.

Denn am vergangenen Samstag zerschoss man mit den Elterntieren des Rackstad-Rudels ein gesamtes Rudel. Und zwar nur deshalb, weil vermutet wurde, dass genau dieses Rudel Hunde gezielt getötet habe.

Wohlgemerkt VERMUTET!

Dass sich der Tod der beiden Tiere für den Leiter der Schutzjagd, wie es außerdem heißt, „großartig anfühlt“, dürfte dem Exempel für viele Wolfsfreunde am Ende die Krone aufsetzen.

Insbesondere die Lizenzjagden zur Regelung der Wolfsbestände in Schweden sind rechtswidrig. Es läuft deshalb immer noch ein Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Schweden. Dies hat die EU-Kommission im Oktober 2017 noch einmal bestätigt.

Auch Carsten Preuß, Landesvorsitzender des BUND in Brandenburg, zeigte sich erst kürzlich vom Wolfsmanagement in Schweden alles andere als überzeugt.

Einen Fokus auf ein Land zu legen, welches in einem Vertragsverletzungsverfahren mit der EU steckt, hilft uns bei unserem Management nicht weiter, so Preuß.

„Mir ist unklar, warum nach dem Inkrafttreten der Wolfsverordnung (in Brandenburg, Anm. der Redaktion) immer noch Schutzjagden nach schwedischem Vorbild gefordert werden, obwohl die Wolfsverordnung ein sehr ähnliches Werkzeug ist. Ich habe hier vielmehr das Gefühl, dass unter dem Namen der Schutzjagd die rechtswidrige Lizenzjagd eingeführt werden soll“, fügte Preuß hinzu. (*1)


Quelle:  (*1) BUND Brandenburg: „Das Märchen über das schwedische Wolfsmanagement“, abgerufen am 19.3.2018, hier der Link!