Steigende Wolfszahlen, nahezu unveränderte Risszahlen!

Das Wolfsbüro beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) veröffentlicht nun jeweils auch die Information – und das tut der Transparenz wohltuend gut –,  ob ein spezieller „Mindestschutz“ bei gerissenen Nutztieren vorhanden war oder nicht (nur zum Verständnis: Beim Mindestschutz handelt es sich nur um einen Grundschutz, der jedoch in den meisten Fällen ausreicht).

Das Ergebnis erstaunt. Nachdem es im Jahre 2006 die ersten Hinweise darauf gab, dass wieder Wölfe in Niedersachsen leben, war zwölf Jahre später bei rechnerisch etwa jeder 10. Wolfsattacke ein Mindestschutz vorhanden. Das zeigt ein Blick in die NLWKN-Statistik. (*1)

Und obwohl einer aktuellen Meldung der deutschen Presseagentur entsprechend die Zahl der Wölfe in Niedersachsen innerhalb des letzten Jahres von 10 auf angeblich 18 Rudel gestiegen sein soll, blieb die Zahl der Nutztierrisse im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.

Das beweist abermals, dass die Anzahl der Wolfsrisse nicht unmittelbar von der Anzahl der Wölfe abhängig ist. Außerdem liegt mit den Zahlen die Annahme nahe, dass mit flächendeckenden Herdenschutzmaßnahmen die Zahl der Übergriffe signifikant sinken könnte.


Quelle: (*1) nlwkn.niedersachsen.de: „Nutztierschäden“, abgerufen am 15.8.2018, hier der Link!