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Neue Wolfsgattung: Der “Schadwolf”

Fünf tote Kälber hat es im Öberallgäu zuletzt gegeben, in zwei Fällen bestätigte sich zwischenzeitlich der Verdacht auf einen Wolfsübergriff. Zwischen dem Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg und dem Landratsamt sowie einigen Bauern „tobt deshalb ein Streit“, wie der Bayerische Rundfunk nun berichtete.

Steigende Wolfszahlen, nahezu unveränderte Risszahlen!

Das Wolfsbüro beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) veröffentlicht nun jeweils auch die Information – und das tut der Transparenz wohltuend gut –,  ob ein spezieller „Mindestschutz“ bei gerissenen Nutztieren vorhanden war oder nicht (nur zum Verständnis: Beim Mindestschutz handelt es sich nur um einen Grundschutz, der jedoch in den meisten Fällen ausreicht).

Warum das ambitionierte Engagement mancher Politiker in die Irre führen kann…

CDU-Fraktionschef Hans-Heinrich Aldag und Kay Wichmann von der Wählergemeinschaft (WG) im Kreis Harburg erhoffen sich, mit Hilfe einer Liste von Fragen zu den örtlichen Wolfsvorkommen passende Antworten vom Landkreis zu erhalten, um eine „sachgerechten Lagebeurteilung“ und möglicherweise sogar die „Einleitung von Schritten“ vornehmen zu können.

Phantomdiskussion

Zurzeit wird wieder einmal “ordentlich” Stimmung gegen die freilebenden Wölfe in Deutschland gemacht. Ein dabei häufig benutztes Argument: Die Zahl der Wolfsrisse sei in Deutschland heute mehr als zwanzigmal so hoch wie im Jahr 2002. Verschwiegen wird jedoch häufig: Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Wolfsrudel in Deutschland versiebenundfünfzigfacht! Nicht zuletzt deshalb steht erneut der Vorwurf im Raum, einige Wortführer würden in der Diskussion jegliches Maß verlieren.

Zwei Wolfsrudel verunsichern Rottstocker

Journalistische Berichte, in denen Nutztierhalter kurz nach Nutztierrissen in der eigenen Herde im Stadium der persönlichen Betroffenheit öffentlich zu Wort kommen, haben meistens eine merkwürdige Qualität. Die veröffentlichten Statements spiegeln oft hoch emotionale und – was die Rolle der Wölfe betrifft – neigungsbezogene Einschätzungen der jeweiligen Situation wider, was dann manchmal wie eine Verzerrung der Realität wirkt.

Gleich zwei Wolfsrudel, das Altengrabower Rudel und das Görzke-Rudel, machten Rottstock unsicher, schrieb nun zum Beispiel Frank Bürstenbinder in der Märkischen Allgemeinen, einer weit verbreiteten Zeitung in Brandenburg. Hätte es nicht vielleicht eher (und unverzerrt) heißen müssen „Zwei Wolfsrudel verunsichern die Rottstocker?“ Aber das nur am Rande.

Bayern: Wolf im Nürnberger Land durch Riss bestätigt

Das Bayerische Landesamt für Umwelt bestätigt im Rahmen einer Pressemeldung von heute (20.5.), dass ein im April tot aufgefundenes Schaf im nordöstlichen Landkreis Nürnberger Land Opfer eines Wolfsübergriffs wurde. Ein weiteres Schaf wurde dabei verletzt. Die Meldung im Wortlaut:

“Landesamt für Umwelt: Genetische Analyse bestätigt Wolfsriss im Landkreis Nürnberger Land”

“Ende April wurde im nordöstlichen Landkreis Nürnberger Land ein Schaf tot aufgefunden, ein weiteres Tier wurde verletzt und musste tierärztlich behandelt werden.