Bei Problemen: “Spezialkommando Wolf”

Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland präsentieren das zurzeit wohl Vielversprechendste, was die Wolfspolitik in Deutschland aktuell zu bieten hat! Sollte es dort nämlich tatsächlich mal einen Problemwolf geben, will man künftig eine Art „Spezialeinsatzkommando“ einsetzen, welches sich dem Problem annimmt.

Das „Kommando“ soll aus Berufsjägern und Wildtierspezialisten „mit Erfahrung im Umgang mit Wölfen“ bestehen, die auch über Revier- und Landesgrenzen hinweg agieren können. Auch deshalb wurde die Kooperation mit den Nachbarländern geschlossen.

Die Hobbyjäger vor Ort sollen außen vor bleiben, werden aber informiert.

Ein Knackpunkt scheint jedoch immer noch ungelöst: Die Definition, was eigentlich ein Problemwolf ist. Das sei neben einem Wolf, der die Nähe von Menschen sucht einer, der „wiederholt einen korrekt aufgestellten, zumutbaren Herdenschutz überwindet und Nutztiere verletzt oder tötet“ heißt es aus dem Umweltministerium in Stuttgart.

Kern eines nachhaltig funktionierenden Herdenschutzes in den Ländern, in denen Wölfe nie ausgestorben waren, ist jedoch die Bewachung. Entweder durch Hirten oder mit Hilfe von Herdenschutzhunden. Oder mit Hirten UND Herdenschutzhunden.

Hier springen die ersten Definitionsversuche vieler Behörden in Deutschland noch maßgeblich zu kurz.


Quelle: tagblatt.de am15.1.2019: „Jäger-SEK“ soll Wolf erlegen“, abgerufen am 16.1.2019, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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