Seitenblick: Schonungslose Analyse des menschlichen Raubbaus an der Erde

Keine Entwarnung. Leider. Deshalb ist der Richtungswechsel alternativlos. Der Living Planet Report (LPR) des World Wide Fund For Nature (WWF) belegt auch in diesem Jahr wieder schonungslos das Ausmaß des menschlichen Raubbaus an der Erde und dessen Folgen.

Der Living Planet Index (LPI) ist dabei ein entscheidender Gradmesser für den ökologischen Zustand der Erde. Er ist wie ein Börsenindex anzusehen, der die Weltwirtschaft vergleichend abbildet. Der Index basiert auf wissenschaftlichen Daten von 16.704 untersuchten Populationen von 4.005 Wirbeltierarten auf der ganzen Erde: Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien.

Seit mehr als 40 Jahren gehen die Tierbestände zurück – inzwischen um zwei Drittel seit dem Beginn der Messungen im Jahr 1970 und um weitere zwei Prozent seit 2016. Eine Trendumkehr sieht anders aus. Die Kurve des Living Planet Index (LPI) weist steil nach unten, während die des Verbrauchs endlicher Ressourcen weiter in die Höhe schießt.

Das beweist: Die Menschheit nutzt seit 40 Jahren mehr natürliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Der ökologische Fußabdruck der Menschheit wird permanent größer. Die Regenerationskapazität der Erde ist überschritten. 1,7 Erden bräuchte es momentan, um den Ressourcenverbrauch zu decken.

Der WWF fordert deshalb: Die Überbeanspruchung der Erde muss ein Ende haben!

Unter Nutzung des folgenden Links geht es direkt zum Living Planet Report 2018: Hier der Link!


Quelle: WWF: Living-Planet-Report 2018, abgerufen am 4.11.2018