Jetzt prüft auch Meck-Pomm den Abschuss von Wolf GW924m

Wolf “GW924m”, der aufgrund mehrerer Nutztierrisse in Schleswig Holstein zum Abschuss freigegeben wurde, dort aber offenkundig unbehelligt abwandern konnte, sorgt nun in Mecklenburg-Vorpommern für Ärger. Der Vorsitzende des Landesschafzuchtverbandes Jürgen Lückhoff beispielsweise, sieht keinen Grund, weshalb der Wolf wegen der bereits andernorts erteilten Abschussgenehmigung nicht gleich getötet werden könne. Diese Genehmigung aus Schleswig-Holstein müsse auch im Nachbarland gelten, so Lückhoff.

Auch die agrarpolitische Sprecherin der Schweriner CDU-Landtagsfraktion Beate Schlupp forderte laut RTL eine schnelle Tötung des Rüden. Ihrer Auffassung nach sollten die Behörden auf die Expertise des Ministeriums in Schleswig-Holstein vertrauen.

Selbst Umweltminister Till Backhaus (SPD) befürwortet prinzipiell den Abschuss des Wolfes, da er eine Gefahr darstelle, egal in welchem Bundesland er sich aufhalte.

Backhaus erklärte, der erste Nutztierriss in Mecklenburg-Vorpommern reiche – ohne Berücksichtigung der Vorfälle im Nachbarland – jedoch nicht aus, um erneut eine artenschutzrechtliche Ausnahme zu begründen. Diese prüfe man hingegen.

Wie lange die Prüfung in Schwerin dauern soll, wurde jedoch nicht mitgeteilt.


Quelle: rtl.de am 19.11.2019: „Problemwolf sorgt für Streit in MV“, abgerufen am 19.11.2019, hier der Link!


(Anmerkung: Für die Richtigkeit der Angaben und Inhalte der genannten Quellen wird keinerlei Gewähr übernommen)


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com