Touristiker korrigieren Agrarministerin Otte-Kinast

Agrarministerin Barbara Otte-Kinast aus Niedersachsen steht weiterhin im Fokus der Medien. Die Ministerin sprach sich zuvor in der Hannoverschen Allgemeinen (HAZ) für den Abschuss von Wölfen aus – zum Schutz der Nutztierhalter und des Tourismus.

Sie begründete ihre Haltung unter anderem damit, dass sich speziell in der Lüneburger Heide viele touristische Betriebe wie Hofcafés oder Reiter-Pensionen durch die Ausbreitung des Wolfes eingeschränkt fühlten. Urlaubsgäste entschieden sich, so die Ministerin, dann einfach für die ostfriesischen Inseln, statt für „die Heide“.

Nachdem Otte-Kinast bereits von Umweltminister Olaf Lies wegen ihres unabgestimmten Alleingangs gerügt wurde (siehe Beitrag unten), stellte nun auch der NDR die Aussagen der Ministerin in Frage. Betreiber mehrerer Reiterhöfe bestätigten nämlich gegenüber dem Sender, dass die Übernachtungszahlen – entgegen den Darstellungen der Ministerin – bei ihnen zuletzt sogar stiegen.

Auch auf der Webseite lueneburge-heide.de wird der Tourismus als relevanter Wirtschaftsfaktor mit zuletzt deutlich steigenden Übernachtungszahlen dargestellt: Hier der Link!


P.S.: „Der wesentliche Unterschied zwischen einer Katze und einer Lüge besteht darin, daß eine Katze nur neun Leben hat.“

Mark Twain, (1835 – 1910)


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Quellen (alle abgerufen am 16.5.2018):

(*1) ndr.dr am 14.5.2018: „Wolf als Urlauberschreck? Touristiker widersprechen“, hier der Link!

(*2) lueneburger-heide.de: „Lüneburger Heide kompakt: Zahlen, Daten & Fakten (Stand Jan 2017)“


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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