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Auch NABU ist überzeugt: Begründung für Abschuss des Rodewalder Wolfs ist fachlich falsch

In einer Stellungnahme des NABU Niedersachsen zum Ablauf der Frist der Abschussgenehmigung des Rodewalder Leitrüden und der Verlängerung dieser Frist bis zum 31. März 2019 heißt es, dass insbesondere von einzelnen Politikern vorwiegend aus den Reihen der CDU und der FDP sowie von Lobbygruppen wie Landesjägerschaft und Landvolk das Wolfsthema dramatisiert, teilweise Unwahrheiten verbreitet und mit teilweise martialischer Ausdrucksweise Ängste gegenüber der Tierart geschürt werden. Die Meldung im Wortlaut:

Niedersächsisches Umweltministerium: Nun gibt man sich offen!

Vermutlich wusste man um die inhaltlichen Schwächen, anders lässt es sich kaum erklären, warum die Begründungen zum Abschussvorhaben des Rodelwalder Leitrüden erst jetzt – nachdem der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Rechtsmittel eingelegt hat – vom Umweltministerium veröffentlicht wurden. In der Pressemeldung des Ministeriums heißt es (im Wortlaut):

Niedersachsen: Schwere Vorwürfe gegen das NLWKN und das Wolfsbüro

Der Vorwurf wiegt schwer: Anne Friesenborg schreibt in einem auf „agrarheute.com“ veröffentlichten Beitrag, dass einige Mitarbeiter von Niedersachsens Umweltminister Lies offenkundig nicht die Linie ihres Dienstherren verträten. Sie hielten ihrem Minister darüber hinaus Informationen vor.

Will Olaf Lies „sein“ Wolfsbüro loswerden?

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies stellte kürzlich bei einem Termin im Kreis Cuxhaven, an dem auch der Direktor der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission, Humberto Delgado Rosa, und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, teilnahmen, offenbar auch die derzeitige Struktur des beim Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) angesiedelten Wolfsbüros in Frage.

Steigende Wolfszahlen, nahezu unveränderte Risszahlen!

Das Wolfsbüro beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) veröffentlicht nun jeweils auch die Information – und das tut der Transparenz wohltuend gut –,  ob ein spezieller „Mindestschutz“ bei gerissenen Nutztieren vorhanden war oder nicht (nur zum Verständnis: Beim Mindestschutz handelt es sich nur um einen Grundschutz, der jedoch in den meisten Fällen ausreicht).