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Wolfschutzverein „entsetzt“ über Verbändevorschlag

Elf Verbände, darunter der BUND, der NABU und der WWF legten vergangenen Mittwoch einen gemeinsamen Vorschlag vor, wie man sich einen bundeseinheitlichen Herdenschutz vorstellen könnte und welche Kriterien ihrer Ansicht nach künftig zur Tötung von Wölfen angelegt werden sollten (WM berichtete, hier!). Der Verein Wolfsschutz Deutschland e. V. zeigt sich darüber entsetzt, nicht zuletzt, weil der nun vorgelegte Vorschlag aus Sicht des Vereins sogar die Empfehlung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) bei der Zaunhöhe unterbietet.

Niedersachsens Grüne empfehlen Minister Lies neuen Job aufgrund Versagens

Wer als für den Artenschutz zuständiger Minister gleich ganze Wolfsrudel durch deren Abschuss in Sippenhaft nehmen will , sollte sich laut des GRÜNEN-Landesvorsitzenden Hans-Joachim Janßen vielleicht besser mal nach einem geeigneteren Job umsehen. So ist es nun auf der Webseite der Grünen in Niedersachsen zu lesen.

Niedersächsisches Umweltministerium: Nun gibt man sich offen!

Vermutlich wusste man um die inhaltlichen Schwächen, anders lässt es sich kaum erklären, warum die Begründungen zum Abschussvorhaben des Rodelwalder Leitrüden erst jetzt – nachdem der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Rechtsmittel eingelegt hat – vom Umweltministerium veröffentlicht wurden. In der Pressemeldung des Ministeriums heißt es (im Wortlaut):

Rodewalder Wolfsrüde: Genehmigung zum Abschuss ruht vorerst!

Nachdem Wolfsmonitor nun etwa 27 Stunden wegen einer schweren technischen Störung für seine Leserinnen und Leser nicht erreichbar war, hier die Nachlieferung der wohl wichtigsten Meldung des gestrigen Tages: Die Sondergenehmigung  des niedersächsischen Umweltministeriums zum Abschuss des Leitwolfs aus dem Rodewalder Rudel im Landkreis Nienburg ruht vorerst, weil der “Freundeskreis freilebender Wölfe” Rechtsmittel dagegen eingelegt hat.

Im Gebiet des Rodewalder Rudels: Ungereimtheiten beim getöteten 200 Kilo-Pony

Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat jetzt laut NDR im Zusammenhang mit einem angeblich gerissenen Fohlen erneut für „seine“ Abschussgenehmigung geworben. Der Vorfall im Gebiet des Rodewalder Wolfsrudels im Landkreis Nienburg zeige demnach eindeutig, dass “Handlungsbedarf” bestehe, so Lies. Die Ungereimtheiten, die diesen Fall betreffen, scheinen ihm dabei nicht aufgefallen zu sein.