Bizarre Situation in Schleswig-Holstein

Die Situation in Schleswig-Holstein wird immer grotesker. Da die bisher benannten „Experten“ seit Monaten erfolglos dabei sind, den zum Abschuss freigegebenen Wolf auch wirklich zu schießen, dürfen seit zwei Wochen auch rund 175 Jäger aus der Region mitjagen. Nach Recherchen des NDR wollen aktuell jedoch nur etwa 10 von ihnen tatsächlich mitmachen. Der Grund: Die strengen Vorgaben des Ministeriums.

Toter Wolf ist nicht der Rodewalder Rüde

Bei dem in der Nähe von Dörverden im Landkreis Verden entdeckten toten Wolf handelt es sich nicht um den Rodewalder Leitrüden. Das gefundene Tier, ein alter Wolfsrüde, stammt offenbar vom Truppenübungsplatz Bergen im Landkreis Celle. Das teilte gestern der NDR nach einer DNA-Untersuchung mit Bezug auf das niedersächsische Umweltministerium mit.

Jäger in Schleswig-Holstein stellen Bedingungen für Abschuss

In Schleswig-Holstein ist es seit letzter Woche – nach einem Beschluss des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUND) – zahlreichen Jägern erlaubt, den Wolf mit der Kennung GW924m zu erschießen, nachdem dieser mehrfach angeblich wolfssichere Zäune überwunden hatte und Schafe tötete.

Traurige Nachrichten aus Bayern

Per Genanalyse wurde nun bestätigt: Die Wölfin, die Nordbayern den ersten Wolfsnachwuchs seit mehr als 100 Jahren bescherte, ist tot. Sie wurde bei einem Zusammenstoß mit einem Auto tödlich verletzt. Sie zog in diesem Jahr, wie auch im Vorjahr, jeweils vier Welpen auf. Ob diese nun überleben werden, ist fraglich.