Waldwahrheiten

Vorhin schlug ich eine Zeitung auf und las, dass sich die niedersächsischen Landtagsabgeordneten Hermann Grupe (FDP), Stefan Wirtz (AfD), Helmut Dammann-Tamke (CDU) und sogar der Grünen-Abgeordnete Christian Meyer mit Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) augenblicklich bei einer Sachfrage einig zu sein scheinen. Das macht hellhörig. Und manchen Beobachter skeptisch.

Illegale Luchstötung: Richter verhängt 3.000 Euro Geldstrafe

Ein Jäger wurde nun wegen Wilderei und illegalem Waffenbesitz vom Amtsgericht Cham zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro verurteilt. Der Richter war überzeugt davon, dass der nun Verurteilte eine Lebendfalle in seinem Jagdrevier aufgestellt und später einen darin gefangenen Luchs mit einer Schusswaffe getötet hatte.

Ominöser Wolfsschwund im Emsland

Merkwürdig kommt dem emsländischen Wolfsberater Björn Wicks die Tatsache vor, dass seit 2013 zwar acht verschiedene Wölfe im zweitgrößten Landkreis Deutschlands genetisch festgestellt wurden, diese aber – obwohl dabei von durchziehenden Tieren ausgegangen werden kann – woanders nicht wieder auftauchten.

Wolfsalarm beim NABU

Der Änderungsentwurf des Bundesnaturschutzgesetzes zum Wolf, der demnächst im Bundestag beschlossen werden könnte, sei eine “bürokratische Mogelpackung“. Angepriesen werde die Änderung allerdings als “Hilfe für Weidetierhalter”. Alarmierend sei zudem, dass die vorgesehene Änderung auch für viele andere streng geschützten Wildtiere gelten würde, so dass künftig auch diesen der leichtere Abschuss droht.

Die rote Kappe abziehen – ein Tag mit der Wolfsforscherin Gudrun Pflüger

500 Kilometer ist Carola Güldner mit ihrem Hund und einem Lastenrad auf den Spuren von „Wölfen – Raben – Herdenschutz“ von München über Wien nach Graz gereist und hat Menschen aus unterschiedlichsten Kontexten zum Thema interviewt. Ohne Cargobike, aber mit Hund hat sie die ehemalige Skilangläuferin, Berglauf-Weltmeisterin, Biologin, Wolfsforscherin, Autorin Gudrun Pflüger, die an einem Hirntumor erkrankte, und deren Sohn in den Bergen besucht. Es ist das Porträt einer Kämpferin entstanden, die auf leise Töne setzt.
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“Wotsch” ist tot

Nun erreichte mich die traurige Nachricht, dass der weithin bekannte Wildbiologe und Forstwissenschaftler Ulrich Wotschikowsky gestern gestorben ist. Mit “Wotsch”, wie Freunde ihn nannten und auch ich ihn nennen durfte, fehlt nun einer der wichtigsten Befürworter der freilebenden Wölfe in Mitteleuropa.