Wolf bei Dörverden: tödliche Biss- statt Schussverletzungen

Der bei Dörverden tot aufgefundene Wolf wurde nicht erschossen, er starb an Bissverletzungen. Soviel ist nun klar. Ob es sich allerdings bei dem toten Tier um den seit Monaten gesuchten und zum (umstrittenen) Abschuss freigegebenen Leitwolf des Rodewalder Rudels handelt, wird noch am Senckenberg-Institut untersucht und ist zu diesem Zeitpunkt unklar.

Liegen Olaf Lies und die Bundesregierung falsch? Scheinbar ja…

Die erteilte Ausnahmegenehmigung und die bisher erteilten Verlängerungen zur letalen Entnahme des Rodewalder Wolfes sind rechtwidrig. Ebenso rechtwidrig sind der Entwurf der Bundesregierung zum „Zweiten Gesetz zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes“ sowie der Gesetzentwurf der FDP zum Wolfsmanagement, die letzten Donnerstag in einer „Nacht- und Nebelaktion“ im Bundestag erörtert wurden.

Nichts los an der „Wolfsfront“?

Zuletzt waren die Schlagzeilen im Blätterwald andere: Eine Bauerninitiative zum Beispiel wetterte unlängst mit einem Treckerkorso gegen weitere Umweltschutz-, Naturschutz-, Wasserschutz- und Tierschutzauflagen der EU und der Bundesregierung und übersah dabei in fahrlässiger Weise den Anteil der eigenen Ständevertretung (der Bauernverbände) an dem sich nun anbahnenden Desaster. Außerdem beklagten die Bauern das sinkende Image ihres Berufsstandes in der Bevölkerung.

Emsland: Wolf als Hühnerdieb?

Und wieder eine Geschichte aus dem Emsland. Dort soll gestern ein Wolf auf einem Bauerhof in Surwold ein dort offenbar freilaufendes Huhn „gerissen“ haben. Drei Zeugen, die sich in direkter Nähe befanden, versuchten den Beutegreifer zu verscheuchen, was ihnen augenscheinlich mit Hilfe eines Silversterknallers gelang.