Sondierungsergebnis in Brandenburg zum Thema Wolf

In Brandenburg läuft zurzeit offenbar alles auf eine politische „Kenia-Koalition“ aus SPD, CDU und Grüne hinaus. In dem nun im Netz veröffentlichten Sondierungspapier ist auch eine Passage zum Wolf enthalten. Darin heißt es:

„Die neuen naturschutzrechtlichen Regelungen im Bund in Bezug auf den Wolf gelten und werden daher auch in Brandenburg zur Anwendung gebracht. Wir setzen auf die Stärkung der Weidewirtschaft, Prävention, Entschädigung und die Entnahme von Problemwölfen.“

Nun mag sich mancher damit trösten, dass der kürzlich verstorbene Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky bereits vor geraumer Zeit feststellte, dass Problemwölfe so selten sind wie ein weißer Hirsch.

Die angesprochenen Regelungen beinhalten jedoch, dass man Wölfe nach einem Nutztierübergriff gegebenenfalls so lange schießen darf, bis man den richtigen Wolf erwischt hat und weitere Übergriffe ausbleiben.

Gegen diese Regelung sprachen sich bereits im Juni zahlreiche namhafte Verbände aus, darunter der BUND, der NABU und der WWF Deutschland. Die Verbände unterbreiteten einen Alternativvorschlag (hier!).

Dass sich nun ausgerechnet die Grünen in Brandenburg im Sondierungspapier für die „härtere Gangart“ aussprechen, dürfte demnach nicht überall auf Zustimmung stoßen.

Zumal man im Bundesrat künftig das Zünglein an der Waage sein könnte, um derartig umstrittene Gesetzesvorlagen zu verhindern.