Schleswig-Holstein: Angeblich wolfsichere Zäune

Dass mit Jan Philipp Albrecht nun ausgerechnet ein grüner Landesumweltminister mit den Plänen zum Abschuss eines Wolfes wertvolle Wolfsschutz-Standards in Deutschlands unterminiert, ist ein Schlag ins Gesicht all derer die hofften, dass zumindest in dieser Partei der Artenschutz noch einen so bedeutenden Stellenwert hat, dass er nicht bei jeder kleinen Böe gleich zu kippen droht.

Seit 1992 ist der Wolf eine nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) streng geschützte prioritäre Art. Nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG) sollte laut § 45 (Ausnahmen; Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen) ein Wolfsabschuss eigentlich nur möglich sein, …“wenn zumutbare Alternativen nicht gegeben sind.“

In vielen Regionen Europas sowie in einigen anderen deutschen Bundesländern ist eine solche Alternative üblicherweise der Einsatz von Herdenschutzhunden.

Es gibt hervorragende, ja quasi repräsentative Beispiele dafür, wie mit dem Einsatz dieser Hunde Übergriffe auf Nutztierherden wirksam unterbunden wurden.

Ein anderer grüner Umweltminister, Stefan Wenzel, hat seinerzeit in Niedersachsen (Goldenstedt) vorgemacht, wie diese Alternative funktionieren kann.

Jan Philipp Albrecht dürfte deshalb mit dem Entschluss, den Abschuss des Wolfes GW 924 zu erlauben, nachdem dieser mehrfach angeblich „wolfsichere“ Zäune überwunden hat, wertvolle Sympathien für sich und seine Partei verspielen.


Quelle: Kieler-Nachrichten-Online am 16.1.2019: „“, abgerufen am  17.1.2019, hier der Link!