Bayern: Die Uhren gehen dort offenbar manchmal anders…

Dass in Bayern die Uhren manchmal anders gehen, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem Allgäu. Dort forderte jüngst CSU-Landrat Anton Klotz bei einem Runden Tisch zum Thema Wolf: „Wir müssen zum Abschuss des Wolfes kommen.“ Der Grund: Ein oder mehrere Wölfe sollen in den letzten Wochen Kälber im Allgäu gerissen haben. Doch ob das tatsächlich stimmt, ist umstritten…

Da dem Landrat der Nachweis über die DNA-Überprüfung nicht schnell genug geht, hat er gleich mal eigene DNA-Tests bei einem Wiener Labor in Auftrag gegeben.

Und das, obwohl das Landesamt für Umwelt zwar bisher wegen der fehlenden DNA-Analyseergebnisse nicht ausschließt, dass ein Wolf für die Risse verantwortlich war, es gleichwohl allerdings auch keine zwingenden Hinweise darauf gibt, die tatsächlich dafür sprechen, dass ein Wolf der Verursacher dafür war.

Den Zweifel am Verursacher hegte auch bereits Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky auf seiner Wolfsite. Dort schreibt er:

„Es macht einen immer wieder sprachlos, wie schnell manche Leute „hundertprozentig“ wissen, was da geschehen ist. Wenn die Untersuchung hinterher ihrem eigenen (Wunsch-)Bild nicht entspricht, haben sie oft noch die Stirn, die fachliche Qualität der Begutachtung in Zweifel zu ziehen.“ (*2)

Wohl nicht wenige Mitmenschen im Allgäu dürften den vom Landrat angeschlagenen Ton und die Umgangsweise einem national und international streng geschützten Tier gegenüber äußerst befremdlich finden. Zumal er diesen Ton ohne Beweise anschlägt.

Und dass ausgerechnet die Grünen in Bayern so kurz vor den Landtagswahlen im Oktober zunehmend stärker werden, hat offenbar viele Gründe….


Quellen (beide abgerufen am  14.8.2018):

(*1) br.de am 14.8.2018: „Wolf-Gipfel im Allgäu: “Wir müssen zum Abschuss kommen”, hier der Link!

(*2) woelfeindeutschland.de am 6.8.2018: „Ein Wolf im Allgäu?“, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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