Otte-Kinasts heile Welt und 5 Stellen fürs Wolfsmanagement

Während der Umweltminister, wie es heißt, den Wolf “an der Backe“ hat, verkündet die Landwirtschaftsministerin, man sei „vom Bienensterben weit entfernt.“ Gemeint ist das Land Niedersachsen, die Rede ist von Olaf Lies (SPD) einerseits und Barbara Otte-Kinast (CDU) andererseits.

Umweltminister Lies macht sich gerade für eine einhundertprozentige Förderung von wolfsabweisenden Zäunen stark, was erst einmal klingt wie ein Sommermärchen. Mit einer Novelle der „Richtlinie Wolf“ will er die hundertprozentige Übernahme der Kosten durchsetzen. Es braucht dazu “nur noch” die Zustimmung der Europäischen Union. Aber die kann erfahrungsgemäß dauern…(und ist leider nicht einmal sicher – Anm.d.R.).

Zwischenzeitlich soll es gleich fünf neue Stellen im Umweltministerium geben. Wegen den ganzen Anfragen aus dem Landtag und dem „Konzept zur Verbesserung des Wolfsmanagements“. Wer bietet mehr?

Mit den Worten „Imkern ist wieder in, die Nachwuchssorgen sind vom Tisch und vom Aussterben der Honigbiene sind wir weit entfernt“, brachte sich Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zeitgleich mal wieder ins Gespräch. Die Frage, ob weitere Maßnahmen zum Schutz der Bienen geplant seien, beantwortete das Landwirtschaftsministerium daraufhin mit einem schlichten „Nein“.

Die Landwirtschaftsministerin verharmlose das Problem, um von den negativen Einflüssen der Landwirtschaft abzulenken, war dann eine der zahlreichen Reaktionen, die Otte-Kinast mit ihren Worten quasi provozierte.


P.S.: „Ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.“

Benjamin Franklin (1706 – 1790)


Quellen (abgerufen am 4.7.2018):

(*1) weser-kurier.de am 3.7.2018: „Zäune gegen den Wolf“ von Silke Looden

(*2) taz.de am 4.7.2018: „Bienen angeblich topfit – Ministerin macht Heile-Welt-PR von Andrea Maestro