Wolfschutzverein „entsetzt“ über Verbändevorschlag

Elf Verbände, darunter der BUND, der NABU und der WWF legten vergangenen Mittwoch einen gemeinsamen Vorschlag vor, wie man sich einen bundeseinheitlichen Herdenschutz vorstellen könnte und welche Kriterien ihrer Ansicht nach künftig zur Tötung von Wölfen angelegt werden sollten (WM berichtete, hier!). Der Verein Wolfsschutz Deutschland e. V. zeigt sich darüber entsetzt, nicht zuletzt, weil der nun vorgelegte Vorschlag aus Sicht des Vereins sogar die Empfehlung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) bei der Zaunhöhe unterbietet.

Wolfschutz Deutschland e.V. glaubt, der Vorschlag lade Weidetierhalter gerade dazu ein, Risse zu provozieren, um danach den Wolfsabschuss fordern zu können und nennt den Verbändevorschlag einen “faulen Kompromiss”.

Die Diskussion findet vor dem Hintergrund eines Vorfalls im Landkreis Nienburg statt, der die „Wolfsszene“ gerade in Aufruhr versetzt.

Ein Landwirt hatte dort – wie die „Harke“ berichtet – eine Rindernachgeburt ausgelegt und eine Wildkamera angebracht, angeblich, weil er sehen wollte, wie das Tier aussieht, das in den vergangenen Monaten dreimal seine Rinder attackierte.

Ein örtlicher Naturschützer kam ihm dabei auf die Schliche.

Den Entsprechenden Artikel des Vereins „Wolfschutz Deutschland e.V.“ finden Sie unter Nutzung dieses Links!

Den Artikel der „Harke“ finden Sie hier!


Quellen (beide abgerufen am 16.6.2019):

(*1) wolfsschutz-deutschland.de am 13.6.2019: „Wolfsschutz Deutschland e. V. protestiert gegen faulen Kompromiss von NABU, WWF, IFAW und Co.“

(*2) dieharke.de am 13.6.2019: „Tierhalter wollte Wolf anlocken“


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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