Aktion der Woche: Das MAZ-Wolfsforum

Die MAZ lud diese Woche zum öffentlichen „Wolfsforum“ ein, “vergaß” aber, einen wirklich wolfskundigen Experten hinzuzuladen. Das Ergebnis: Der Teil des Publikums, der sich von der Veranstaltung fundierte Informationen versprach, dürfte nach der Veranstaltung verwirrter gewesen sein als zuvor.

Bezeichnend: In den “sozialen Medien” im Netz wurde genau dieses Ergebnis bereits vor der Veranstaltung aufgrund der Auswahl der Podiumsteilnehmer vorhergesagt.

Die MAZ selbst dürfte trotzdem zufrieden gewesen sein, wenigstens hatte sie nun etwas zu berichten.

Aber leider wenig zu sagen, außer Hinterfragungswürdiges und Obskures wie:

  • Der Wolf sei kein Jäger, sondern ein Räuber“ (Elard von Gottberg)
  • Der Naturschutzbund (NABU) habe kein Recht, beim Thema Wolf mitzureden (Jens Schreinicke)
  • Der Wolf schade Menschen, Nutztieren und „unseren Hunden“ (Nicole Breitung)
  • Auf den Wolf sollten keine Lizenz- oder Gesellschaftsjagden veranstaltet werden, aber Schutzjagden zum Regulieren der Bestände sollten durchaus möglich sein (Jäger Karl-Heinz Homann)
  • Hilflose Vergleiche mit Frankreich und Schweden (E. von Gottberg)
  • In früherer Zeit hätten die Jäger selbst die Bestände eigenverantwortlich geregelt und es habe auch funktioniert (Dorothea Liepe, in einer Jägerfamilie aufgewachsen)
  • Deutschland sei nicht natürlicher Lebensraum des Wolfes (Überschrift)

Schön, dass man mal darüber geredet (bzw. geschrieben) hat…

Zum entsprechenden MAZ-Artikel finden Sie unter Nutzung dieses Links!


Quelle: maz-online.de am 5.10.2018, abgerufen am 7.10.2018: „MAZ-Wolfsforum: „Deutschland nicht natürlicher Lebensraum des Wolfes“ von André Wirsing


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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