Nebenkriegs-Schauplatz: Herdenschutz vs. Bankenrettung

1,4 Mio. Euro gab das Land Niedersachsen im Jahr 2018 für die Wölfe aus, so lautete gestern eine Schlagzeile der Bild-Zeitung in Hannover. Das Geld floss in den Herdenschutz (820.000 Euro), gefolgt von Verwaltung (349.000 Euro), Monitoring (190.000 Euro) und Schadensersatz (41.000 Euro). Der Wolf, so das Bild-Resümee, ist den Niedersachsen oftmals lieb, aber immer auch teuer (*1).

Wirklich teuer ist den Niedersachsen allerdings die derzeitige Rettungsaktion der niedersächsischen Landesbank „Nord LB“. Die hatte sich mit Schiffskrediten (Steuersparmodellen) verhoben und muss nun mit Steuergeldern gerettet werden. Nicht ausgeschlossen, dass sie sich am Ende trotzdem genauso zum Milliardengrab entwickelt wie seinerzeit die HSH Nordbank.

Das Land Niedersachsen will nun zur Rettung der Nord LB bis zu 2,5 Milliarden Euro (Steuergelder) beisteuern (*2).

Davon könnte man rechnerisch mehr als 1.780 Wolfsjahre wie das des Jahres 2018 finanzieren. Und hätte damit quasi nebenbei auch noch ein Investitionsprogramm für Nutztierhalter, Zaunhersteller und Hundezüchter aufgelegt. 1.780 Jahre lang wohlgemerkt!

Worüber also reden wir hier eigentlich?


Quellen (beide abgerufen am 26.2.2019):

(*1) bild.de am 26.2.2019: „ 1,4 Mio. Euro! Kein anderes Land gibt mehr für Wölfe aus!“, hier der Link!

(*2) de.reuters.com am 25.02.2019: „NordLB als Zankapfel zwischen Niedersachsen und Sparkassen“, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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