August 2019 – Wolfsmonitor

Monthly Archives: August 2019

„Wotsch“ ist tot

Nun erreichte mich die traurige Nachricht, dass der weithin bekannte Wildbiologe und Forstwissenschaftler Ulrich Wotschikowsky gestern gestorben ist. Mit „Wotsch“, wie Freunde ihn nannten und auch ich ihn nennen durfte, fehlt nun einer der wichtigsten Befürworter der freilebenden Wölfe in Mitteleuropa.

Feuer frei aus allen Rohren auf Wolf in Schleswig-Holstein?

Kurz vor den Wahlen in Brandenburg und Sachsen legt Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) seiner Partei noch kurz ein „Ei ins Nest“. Er plant eine Allgemeinverfügung zum Abschuss des bereits im Januar zur „Entnahme“ gewidmeten Wolfes. (*1)

Abschuss streng geschützter Arten: „Politische Diskussion lückenhaft“

Der Entwurf des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, mit dem geregelt werden sollte, in welchen Einzelfällen künftig auf streng geschützte Tiere geschossen werden kann, wurde vor der Sommerpause vom Bundestag nicht mehr verabschiedet.

Doppelmoral

Es mutet schon merkwürdig an, wenn Funktionäre wie der niedersächsische Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers gebetsmühlenartig die Notwendigkeit des Abschuss von Wölfen durch Jäger einfordern, ihnen die Fakten allerdings zunehmend einen Strich durch ihre laienhafte Rechnung machen.

Wolfsbudgets der Bundesländer

Die Bundesländer planen in diesem Jahr mehr als 14 Millionen Euro für den Herdenschutz vor Wölfen und die Entschädigungen nach Nutztierübergriffen ein. Das berichtete der SPIEGEL in seiner Ausgabe 33/2019. Dabei sinken die Kosten tendenziell umgekehrt proportional zu den wachsenden Populationen, da z.B. Schutzzäune nur einmal finanziert werden müssen, so der Spiegel weiter.

Brandenburg: Der Wahlkampfwolf

Erinnern Sie sich noch an den Künstler Rainer Opolka, der vor mehr als drei Jahren für großes Aufsehen sorgte, weil er mit skurril wirkenden Wolfsskulpturen im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und den Zusammenbruch der Ordnung im Schatten der rechten Gewalt mahnte? (hier ein Link!) Jetzt positionierte er einen „Wolf mit Hitlergruß“ vor der AfD-Parteizentrale im brandenburgischen Potsdam.