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“Wotsch” ist tot

Nun erreichte mich die traurige Nachricht, dass der weithin bekannte Wildbiologe und Forstwissenschaftler Ulrich Wotschikowsky gestern gestorben ist. Mit “Wotsch”, wie Freunde ihn nannten und auch ich ihn nennen durfte, fehlt nun einer der wichtigsten Befürworter der freilebenden Wölfe in Mitteleuropa.

Erneute Abschussverfügung für Rodewalder Wolf ist laut Experte ein “Skandal”

Der bekannte deutsche Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky, u.a. Mitglied der „Large Carnivore Initiative for Europe“, einer Spezialistengruppe der Weltnaturschutzorganisation IUCN, findet sehr deutliche und ungeschminkte Worte auf seinem Blog „Wolfsite – Forum Isegrim“ zur abermaligen Verlängerung der Frist zum Abschuss des Wolfsrüden des Rodewalder Rudels in Niedersachsen. In gleich zwei Beiträgen spricht Wotschikowsky dort von einer fachlich nicht haltbaren Begründung und deshalb von einem „Skandal“,…“ zu keinem anderen Zweck, als endlich einen Wolf töten zu können.“

Wieviel Wölfe umfasst der “günstige Erhaltungszustand”?

Der Freundeskreis freilebender Wölfe veröffentlichte nun auf seiner Facebook-Seite die Antwort des LUPUS-Instituts auf die Nachfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag zu den Kriterien eines günstigen Erhaltungszustandes beim Wolf. Es ging dabei um die Feststellung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags: “Wildbiologen gehen erst von einem günstigen Erhaltungszustand aus, wenn eine längerfristige Population von 500 Exemplaren einer Art gewährleistet ist.” Diese 500 Exemplare einer Art werden aber durchaus kritisch gesehen.

Erst neun “erwachsene” Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern?!

Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Agrarminister Till Backhaus (SPD) schätzt nach dpa-Angaben den Wolfsbestand in Deutschland auf etwa 650 Tiere. Bei einem Bestand von 1000 Wölfen, so heißt es weiter, gingen Experten von einer „guten genetischen Vielfalt“ aus.

“Wolfsproblem fußt auf drei Lügen”

Bernhard Engelmann, Vorsitzender der Jägerschaft Stendal, glaubt, das (angebliche) „Wolfsproblem beruhe auf drei großen Lügen.“ Besonders scharf kritisierte er die öffentliche Darstellung der Wolfssituation. Anlass war die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft in Stendal.

Schweizer Vorschlag: Wolfszonen

Manchmal muss ich mich – als jemand, der sich schon rein interessenhalber in der „Welt der Wölfe“ bewegt – wirklich wundern. Heute, als ich einen Artikel auf „1815.ch“ las, in dem der „Co-Präsident des Vereins Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere“, Georges Schnydrig, wolfsfreie Zonen in den Schweizer Kantonen fordert. (*1)

Schnell die Seite des Vereins gegoogelt und festgestellt, dass ich – auf der Webseite tickert ein Zähler – der 41. Besucher des „aktuellen Leitartikels“ von Georges Stoffel bin, der dort augenscheinlich schon vor 8 Tagen veröffentlicht wurde. (*2)