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Das “Wolfsproblem” der Jagdfunktionäre

Die Worte Matthias Schannwells, des Geschäftsführers des Landesjagdverbandes in Brandenburg also, klingen fast schon wie ein Mantra: Die Lösung des Wolfs-Problems könne nur über eine überwachte Jagd erfolgen, Schutzjagden nach skandinavischem Vorbild wären sogar jetzt schon möglich. Außerdem forderte er: „Wir wollen den Dialog…

Vorsitzender der Jägerschaft: “Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht wenig zielführend”

Allen repräsentativen Meinungsumfragen zufolge genießen Wölfe in unserer Gesellschaft einen Zuspruch von 60 bis 80% der Gesamtbevölkerung. Dennoch glauben einige, nicht selten „hohe Jagdfunktionäre“, die einzige „Lösung“ des weitgehend herbeigeredeten Wolfsproblems (siehe hier!) bestehe in der Aufnahme des Beutegreifers in das Jagdrecht.

“Wolfsproblem fußt auf drei Lügen”

Bernhard Engelmann, Vorsitzender der Jägerschaft Stendal, glaubt, das (angebliche) „Wolfsproblem beruhe auf drei großen Lügen.“ Besonders scharf kritisierte er die öffentliche Darstellung der Wolfssituation. Anlass war die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft in Stendal.

Kritik: MDR-Diskussion über die Rückkehr der Wölfe

FAKT IST! …hieß die ausgestrahlte Sendung des MDR gestern Abend. Um die Rückkehr der Wölfe nach Sachsen-Anhalt ging es darin. Fakten waren allerdings kaum zu vernehmen. Zumindest weniger als sonst.

Stattdessen: Meinungen und Halbwahrheiten auf Stammtischniveau, nahezu keine Diskussionskultur, eine fragwürdige und unausgewogene Gästeauswahl und eine mit dem Thema inhaltlich überforderte Moderatorin.

Goldenstedter Wölfin: Unzureichender Herdenschutz!

Wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) heute in einer Pressemeldung mitteilte, können der „Goldenstedter Wölfin“ bisher 11 von insgesamt 35 Übergriffen auf Nutztiere in der Region Vechta und Diepholz zugesprochen werden. Zu 94 % sind diese Übergriffe auf „ungeschützten Weiden“ passiert und nur in zwei Fällen überwand die Wölfin den vorhandenen Grundschutz. Dort, wo der Grundschutz durch weitere Sicherheitselemente, wie z.B. Schutzhunde oder auch Schutzesel ergänzt wurde, fand bisher (Datum 14.11.2015) kein Übergriff statt.

Kommentar:


Selten konnten Weidetierhalter eine hörere finanzielle Unterstützung aus Steuergeldern beantragen als heute in den Wolfsgebieten, um ihren Zaunbau zu optimieren. Man muss es dann halt auch tun!

Bei allem Verständnis für die teils schwierige Situation der Nutztierhalter erscheint die Sachlage nach Bekanntwerden dieser Zahlen jedoch