Offenbar kein Wolfsangriff: Wolfshatz jäh beendet

Die Waffen (und spitzen Federn vieler Journalisten) können jetzt wieder gereinigt, verpackt und weggeschlossen werden. Die Wolfshatz fand nämlich nun nach der vermeintlichen „Attacke“ eines grauen (oder schwarzen, oder auch dunklen) “Wolfes” auf einen Friedhofsgärtner in Steinfeld (Niedersachsen) ein jähes Ende. Der Grund: Bei der DNA-Analyse diverser Proben fand man Nachweise von Hund, Katze und Maus, …ähm Reh, aber nicht Wolf!

Man fragt sich dennoch manchmal, in welchem Theater man sich gerade befindet, wenn zur Verkündung dieses Ergebnisses der zuständige „Umweltminister“ Olaf Lies auch noch davon spricht, er hätte sich ein „eindeutigeres Ergebnis gewünscht“. Man habe sich Klarheit erhofft, ob ein Hund oder ein Wolf der Verursacher war, um „zielgerichteter agieren zu können“. Wäre ein Wolf festgestellt worden, so Lies weiter, dann wäre eine Tötung unumgänglich gewesen.

Wie viel Klarheit will man bitteschön noch haben? Kein Wolf heißt KEIN WOLF!

Und jetzt, liebe Leserinnen und Leser, rufen Sie sich bitte noch einmal kurz in Erinnerung, wie seriös Ihre Tageszeitung, Ihr Magazin, Ihre Lieblingswebseite oder Ihr Fernsehsender mit dem mutmaßlichen Übergriff in Steinfeld umgegangen ist, obwohl von Anfang an erhebliche Zweifel an der Geschichte bestanden.

Einige dieser Verlagshäuser nennen sich seit kurzem ausgerechnet „True Media“, was auf Deutsch in etwa bedeutet: „Wahrheitspresse“ (siehe hier! *2).

Chapeau!

Ihr

Jürgen Vogler


Quellen (beide abgerufen am 4.12.2018):

(*1) umwelt.niedersachsen.de am 4.12.2018: „Ergebnis der DNA-Untersuchung liegt vor: Kein Nachweis für einen Wolf“, hier der Link!

(*2) uebermedien.de am 26.11.2018: „Was in der Wahrheitspresse steht, kann ja gar nicht falsch sein“ von Stefan Niggemeier


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