Kommentare zum Wolfsabschuss eines Jagdgastes in Brandenburg

In Brandenburg erschoss ein Jagdgast letzten Freitag einen Wolf, weil dieser während einer Drückjagd mehrere Jagdhunde attackiert haben soll. Vielen im Netz erscheint die dazu verbreitete Story allerdings nicht ganz schlüssig.

So wird zum Beispiel gleich mehrfach angeführt, warum der „Leitfaden des DJV zum Umgang mit Hunden im Wolfsgebiet“ bei dieser Jagd nicht eingehalten wurde.

Darin heißt es, dass in der Paarungszeit der Wölfe (Januar–März) Hunde im Wolfsgebiet nicht frei laufengelassen werden sollen.

Andere zweifeln grundsätzlich daran, dass ein einzelner Wolf gleich mehrere “scharfe” Hunde attackiert und sind fest davon überzeugt, dass es eher andersherum gewesen sein muss.

Einige Leser fragen sich zudem, wie der Schütze in dem angeblichen Kampfgewusel einen sicheren Schuss anbringen konnte. So etwas trauen sich oft nicht einmal geübte Nachsuchenführer zu, weil die Gefahr zu groß ist, den Hund treffen zu können.

Manch einer glaubt zudem, dass der niederländische Jagdgast auf keinen Fall hätte auf den Wolf schießen dürfen, weil Jagdgäste keinerlei Jagdschutzbefugnisse besitzen.

Verständnis zeigten einige, soweit es sich bei den Hunden um die eigenen Tiere des Schützen gehandelt haben sollte.


Quellen: Diverse Facebook-Gruppen und Foren, abgerufen am 21.1.2019


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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