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Herdenschutz ohne Hund ist Schund

Nachklapp: „Jagen ohne Hund ist Schund“, heißt es gelegentlich unter Waidmännern. Aber auch abgewandelt auf den Herdenschutz vor Beutegreifern macht diese Binse durchaus Sinn. Denn auch der Spruch „Herdenschutz ohne Hund ist Schund“ hat erfahrungsgemäß seine Berechtigung.

“Schäferstündchen”

Schafhalter Thomas Hasken aus dem emsländischen Elbergen hat vor einigen Wochen den zweiten Übergriff auf seine Herde hinnehmen müssen. Jetzt steht fest, verantwortlich dafür war ein Wolf. Doch wirksamer Herdenschutz ist ihm einfach zu teuer. Das mache die Schafzucht – obwohl die Anschaffungskosten für Zaun oder Hund vom Land übernommen werden – unrentabel, so Hasken.

Live and let die…

Während jetzt im Emsland auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 mit einer Überwachungskamera acht Wolfswelpen nachgewiesen wurden (wo der Nachwuchs des Vorjahres – sechs Jungtiere – abgeblieben ist, bleibt allerdings unklar), wurde auf Nachfrage der Rundfunkanstalt Berlin-Brandenburg (rbb) bekannt, dass bislang im Land Brandenburg auf Basis der Wolfsverordnung sieben Wölfe getötet wurden.

Wölfe? Nein, Schafe attackieren Menschen in Emsland

Kaum ein Tag, an dem in Deutschland nicht irgendwo hysterisch darauf hingewiesen wird, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis ein Wolf einen Menschen ernsthaft verletzt. Doch nun kam es ganz anders. Ausgerechnet zwei ausgebüxte Schafe waren es jetzt, die im Emsland gleich mehrere Menschen attackierten. Eine Frau wurde dabei sogar verletzt.

Tote Wolfsfähe im Emsland

Mit der Wolfsfähe, die heute Morgen im Emsland bei einem Zusammenstoß mit einem Auto an der Bundesstraße 70 zwischen Haren-Emmeln und der Abfahrt Tinnen verendete, verunfallte in diesem Jahr bereits der 16. Wolf allein in Niedersachsen tödlich. Der Kadaver wird nun nach Berlin ins Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung verbracht, damit er dort weitergehend untersucht werden kann.

Niedersachsen: Schafherde von Landtagsvize Bernd Busemann attackiert

In Niedersachsen wurden nun offenbar acht Schafe des Dörpener CDU-Landtagsabgeordneten und Landtagsvizepräsidenten Bernd Busemann gerissen. Ob von einem Wolf oder nicht, wird derzeit geprüft. Busemann, der seit etwa 30 Jahren Bentheimer Landschafe züchtet, sagte gegenüber der NOZ: „Alles spricht für einen Wolfsriss“, ein Hund schaffe so etwas nicht.