Berlin: Kaum Medieninteresse an „kleiner“ Anti-Wolfskundgebung

Nun ist offenbar ausgerechnet eine Schafherde vom Geschäftsführer des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, Wendelin Schmücker, Opfer eines Wolfsübergriffs geworden.

Schmücker, der sich bereits vor geraumer Zeit mit drastischen Worten, wie z.B. Wölfe seien …“nutzlos wie Ratten, Flöhe oder Zecken“, mediale Aufmerksamkeit verschaffte und noch 2017 in einem Leserbrief schrieb, dass für ihn Herdenschutzhunde wie „fremde Wesen“ seien, entschied sich daraufhin „für eine kleine Kundgebung“ in der Mitte Berlins vor dem Umweltministerium. (*1)

Mit dabei: Zwei tote Schafe, die allerdings wegen des nur geringen Medieninteresses in der Transportbox bleiben konnten.

Nur wenige Kilometer weiter, in Potsdam, wurde erst vor einer Woche eine ähnliche Aktion von der Polizei mit der Begründung beendet, sie verstoße gegen das Versammlungsverbot und das Tierkörperbeseitigungsgesetz (siehe unten).

Bleibt am Ende nur zu hoffen, dass Schäfer Schmücker weiß, dass Wölfe häufig dahin zurückkehren, wo sie einst erfolgreich Beute machen konnten. Hoffentlich ist er darauf nun mit wirksamen Herdenschutzmaßnahmen vorbereitet.

Immer mehr Schäfer setzen dabei übrigens erfolgreich auf eine Kombination von Elektrozäunen mit Herdenschutzhunden…


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Quelle: (*1) agrarheute.com am Montag, 14.05.2018, Anke Fritz: „Demo vor Umweltministerium: Kein Gehör für Weidetierhalter“, abgerufen am 16.5.2018, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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