NOZ-Leserbrief: Ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung

Meine Heimatzeitung, die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), bot nun (zum wievielten Male eigentlich?) dem Leserbriefschreiber Thomas Listl aus Meppen, einem Akteur mit erkennbar viel Meinung in Relation zur Ahnung, erneut ein Forum für seine Thesen über Wölfe.

Demnach erscheint alles ganz einfach: Wenn weiterhin Weidetierwirtschaft betrieben werden soll, werde an rigorosen Maßnahmen kein Weg vorbeiführen. Für diesen Leserbriefschreiber ist klar: Rigoros bedeutet Abschuss eines jeden Wolfs, der sich an Nutztieren „vergreift“.

Herdenschutzmaßnahmen seien überdies aus Sicht des Schreibers nur Placebo-Maßnahmen der Wolfsromantiker und EU-Agrarkommissar Phil Hogan setze sich nur deshalb für den Schutz der Wölfe ein, weil es in seiner Heimat – Irland – seit mehreren hundert Jahren keine mehr gibt.

Das alles ist selbstverständlich völliger Quatsch, aber: Wenn ein Leser zu derartigen Schlüssen neigt, was stimmt dann eigentlich mit der Berichterstattung dieser Zeitung nicht, fragt man sich so ganz nebenbei.


„Sieh, wie hilflos die Seele da liegt, die noch nicht wurzelt in dem Felsengrund der Wahrheit!“

Augustinus Aurelius (354 – 430), Bischof, Philosoph und Heiliger


Quelle: NOZ am 9.2.2019: „Druck auf die Politik zu gering“ von Thomas Listl aus Meppen


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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