Wolfsbüro Niedersachsen: Kopfschütteln über Umbaupläne

Da mag man nur noch mit dem Kopf schütteln: Olaf Lies, Umweltminister in Niedersachsen, will nun offenbar Teile des Wolfsbüros vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in das Umweltministerium ziehen und die Herdenschutzfragen an die Landwirtschaftskammer abtreten.

Damit würden die im Zusammenhang mit dem Thema Wolf anfallenden Aufgaben in Niedersachsen weiter gesplittet und auf insgesamt vier Organisationseinheiten, nämlich dem NLWKN (Management), dem Umweltministerium (Kommunikation), die Landwirtschaftskammer (Herdenschutz) und auf die Landesjägerschaft (Monitoring) übertragen werden.

Der vergleichsweise harmlose Beutegreifer erhält außerdem erstmalig einen eigenen “Referatsstatus” in einem deutschen Ministerium und damit einen Stellenwert vergleichbar der gesamten Landesbank (N-Bank) einschließlich der EU-Bescheinigungsbehörde oder der gesamten niedersächsischen Industrie einschließlich der maritimen Wirtschaft im Wirtschaftsministerium.

Größer lässt sich ein vergleichsweise kleines Thema kaum “aufblasen”. Und organisatorische Verantwortung wohl auch kaum eindeutiger verwässern.

Kennen Sie das Parkinsonsche Gesetz? Wenn nicht, finden Sie nun offensichtlich hier ein exzellentes Beispiel!

Just my two cents…

Jürgen Vogler


Quelle: noz.de am 27.11.2018: „Minister Lies krempelt Niedersachsens Wolfsbüro um“ von Klaus Wieschemeyer, abgerufen am 27.11.2018, hier der Link!