Brüssel: Änderung im EU-Rechtsrahmen in Bezug auf den Wolf zeitnah nicht zu erwarten

Wer es – wie nun der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Thiemo Röhler – öffentlich als „positive Entwicklung“ bezeichnet und es ausdrücklich „begrüßt“, dass im Umweltministerium von Olaf Lies scheinbar gerade daran gearbeitet wird, die rechtlichen Möglichkeiten zur “Entnahme” (Tötung) von Wölfen voll ausschöpfen zu können“, sollte sich bei dieser Formulierung nicht wundern, wenn sich ein Teil der „Wolfsgemeinde“ darüber echauffiert.

Den Shitstorm, den der Landtagsabgeordnete infolge dessen gerade auf seiner Facebook-Seite ertragen muss, hat er – so dürften es viele von ihnen sehen – damit quasi selbst provoziert. (*1/2)

Schon beim letztjährigen Landtagswahlkampf in Niedersachsen agierte Röhler beim Thema Wolf glücklos. Seine Aktion „Keine Wölfe an den Deichen! – Am 15.10. Thiemo Röhler wählen“ endete damit, dass er von 41.4 % der Erstimmen im Jahr 2013 auf ganze 29.9 % abrutschte und sich nur noch über einen Listenplatz in den Landtag retten konnte (mehr dazu hier!).

In Brüssel scheint man den überzogenen Bemühungen so manch eines „angehenden Wolfsregulierers“ in Deutschland derweil jedoch nicht so recht nachgeben zu wollen.

Auf einer Veranstaltung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts am 12. April in Brüssel zum Thema „Der Wolf: Gekommen, um zu bleiben“ stellte Nicola Notaro als Vertreter der EU-Kommission klar, dass Änderungen im EU-Rechtsrahmen in Bezug auf den strengen Schutzstatus des Wolfes zeitnah nicht zu erwarten sind. (*3)

Chapeau!


Quellen (alle abgerufen am 16. April 2018):

(*1) thiemo-roehler.de: Pressemitteilung „Röhler: „Positive Entwicklung in der Wolfsproblematik“, hier der Link!

(*2) Facebook-Seite von Thiemo-Röhler, hier der Link!

(*3) magdeburger-news.de: „Veranstaltung zum Wolf in der Landesvertretung in Sachsen-Anhalt in Brüssel“ vom 15. April 2018, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com


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