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Fehlerhafter Beitrag: Jetzt hat es auch die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) „erwischt“…

Manche Zeitungsartikel werden gedreht, gewendet, genutzt und ausgewrungen, bis die Schwarte kracht. Ein Indikator für die Qualität der Inhalte? Nicht, wenn peinliche Fehler sogar noch Monate nach dem Erscheinen eines Artikels erneut veröffentlicht werden. Wie jetzt bei der NOZ.

Dilettanten-Dämmerung, oder “ein Ungebildeter glaubt, was ihm passt.“

Google ich “Volontär”, bietet mir die Suchmaschine als ersten Eintrag: „…jmd., der zur Vorbereitung auf seinen späteren Beruf gegen geringe Bezahlung in einem Betrieb arbeitet.“ Aha, denke ich. Also jemand, der noch übt. Ein Praktikant demnach. Bei der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) durfte nun Volontär Markus Pöhlking beim Thema Wolf mal ran.

Der Kern so mancher Fehleinschätzung…

Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) veröffentlichte gestern einen Artikel (dpa) über einen angeblichen Streit in Niedersachsen um den Abschuss von Wölfen. Auch Helmut Dammann-Tamke, CDU-Landtagsabgeordneter und Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, kommt in dem Beitrag zu Wort:

Niedersachsen: Wolfsrisse zurückgegangen!

Es ist erst wenige Wochen her, da verkündete die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), die Weidetierhalter rechneten für das Jahr 2016 mit dem schlimmsten (*1). Jetzt stellt sich heraus, dass die Zahl der Nutztierrisse durch Wölfe in Niedersachsen in der ersten Hälfte 2016 zurückgegangen ist – obwohl gleichzeitig die Zahl der Wölfe angestiegen ist.

So zumindest meldet es heute die Hannoversche Allgemeine (HAZ) in folgendem Artikel: Hier der Link! (*2)

Überraschend?

Thementag Wolf im Emsland Moormuseum

Am Sonntag, den 1. November 2015 fand im Emsland Moormuseum der Thementag „Der Wolf kommt – und nun?“ statt. Die Veranstaltung begann um 13:00 Uhr und endete nach vier Vorträgen und kontroverser Diskussion um 16:45 Uhr.
Etwa 80 interessierte Besucher fanden bei bestem Herbstwetter den Weg ins Emsland Moormuseum und erlebten eine fast vierstündige, kurzweilige Veranstaltung zur Rückkehr der Wölfe in unsere Landschaft und unser Leben. Wie ein roter Faden verwiesen die Fragen auf unsere (Ur)Ängste: Sind Wölfe für den Menschen gefährlich? Was passiert bei einer Begegnung in freier Natur? Wird meine Schafherde oder Kuhherde demnächst von umherziehenden Wölfen dezimiert? Sind meine Fohlen sicher? Ist eine Koexistenz Mensch-Wolf oder Landwirtschaft-Wolf in heutiger Zeit überhaupt denkbar und wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Die Presse gibt dieses uneinheitliche Bild schon lange wieder, nicht immer ohne die Bedenken noch zu verstärken: „Die Angst vor Wölfen“ hinterfragte Beckmann im ARD, „Hund in Wietze getötet, waren es Wölfe?“ die Neue Osnabrücker Zeitung, „Von Menschen und Wölfen: Kein Anlaß zur Panik“ die Deutsche Presseagentur, „Schaf in Vechta vermutlich von Wolf gerissen“ und „Wolf gefährlich für Pferde – Reiterverbände streiten sich!“ wieder die Osnabrücker Zeitung oder „Erster Wolf mit Peilsender ausgestattet“, dies eindeutig signalisierend Experten haben alles im Griff.

Aber haben wir wirklich alles im Griff?